Wirtschaft : Victoria, hilf!

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Jetzt enttarnt: David Beckham und seine Frau kommunizieren mit Hilfe von Geheimcodes. Auf dem Bild oben macht Beckham kein Victory-Zeichen, sondern ein Victoria-Zeichen: Frau, schau auf mein Haupt, unternimm’ was, soll dasbedeuten. Und Victoria Beckham, die das geheime Zeichen in ihrer Londoner Wohnung bei einem guten Gläschen Mixed Pickles entschlüsselte, blätterte sofort angespannt im Telefonbuch, griff zum Hörer und rief Aidan Phelan an, den Friseur der Beckhams. Tja, Phelan hatte die Misere auch schon gesehen: blonde, angefilzte Zotteln, die im Regen von Niigata beim Achtelfinale gegen Dänemark zu einem Wischmopp verklebt waren und nichts mehr von gepflegter Irokesen-Noblesse erahnen ließen. Was war passiert? Hatte David wieder das Two-in-one-Shampoo benutzt, das sein Friseur ihm ausdrücklich verboten hatte, weil es langfristig die Haarstruktur angreifen und das Haar unnötig beschweren würde? Hatte Beckham womöglich in seiner Not japanisches Styling-Gel benutzt? Victoria und Aidan berieten sich kurz. So kann er den Brasilianern nicht entgegen treten, rief Victoria. Mehr Façon! Mehr Ausdruck! Aidan Phelan atmete tief durch. Dann, sagte er, muss eben ich nach Shizuoka – schließlich bin ich ein Jet-Set-Friseur. Ich nehme einfach an der Seite ein Ideechen weg und arbeite mich so vor, dass der Hinterkopf etwas voluminöser fällt. Oben muss auch nochmal nachgefärbt werden, vielleicht surfblond. Unten dagegen sollte rasiert werden. Was meinst du, Vic? Super, Aidan, ich bestell’ dir gleich das Ticket. Kiss, kiss. Victoria Beckham lehnte sich entspannt zurück. Aidan Phelan macht das schon, dachte sie, und wandte sich wieder ihren Mixed Pickles zu. London: Nieselregen, Shizuoka: sengende Sonne. Aber die Frisur hält. oom/Foto: Reuters

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