Wirtschaft : Victoria verbucht kräftigen Gewinn

Ergebnis in der Schaden- und Krankenversicherung doppelt so hoch wie 1996 DÜSSELDORF (rtr).Die Gesellschaften der Victoria-Versicherungsgruppe haben 1997 deutliche Gewinnsteigerungen erzielt.Statt um jeden Preis neue Verträge abzuschließen, habe man darauf verzichtet, Kunden mit hohen Risiken zu versichern, erklärte Michael Rosenberg, Vorstandschef der Victoria Lebensversicherung, am Donnerstag.1998 solle der Ertragskurs fortgesetzt werden.Wachsen wollten die Versicherer vor allem infolge neuer Produkte.Unter dem Dach der neuen Mutter Ergo werde die Victoria Rückversicherung ihren festen Platz behalten.Die Krankenversicherung eigenständig zu halten, sei aber nicht sinnvoll.In der Schaden- und in der Krankenversicherung wurden die Überschüsse jeweils verdoppelt.Die Victoria Versicherung steigerte den Gewinn auf 120,1 (Vorjahr: 57,3) Mill.DM und die Victoria Kranken auf 7,9 (3,1) Mill.DM.Die Victoria Lebensversicherung erzielte einen Gewinnzuwachs von rund 50 Prozent auf 35,2 (21,6) Mill.DM.Das Beitragsvolumen aller Victoria-Versicherungen erreichte mit neun Mrd.DM das Niveau des Vorjahres.Für 1998 streben die Vorstände aber wieder ein spürbares Prämienwachstum an.Seit Jahresbeginn biete Victoria über die Advance Bank die "Internet-Rente" an.Auf elektronischem Weg könne der neue Kunde im Internet einen entsprechenden Versicherungsvertrag abschließen und so die Maklerprovision sparen, erklärte Rosenberg eines der neuen Produkte.In der Hausrat- und Haftpflichtversicherung habe Victoria einen Stufen-Tarif eingeführt.Nun könne der Kunde entscheiden, ob er eine preisgünstige Grundversicherung oder einen teureren "Optimalschutz" haben wolle, sagte der Vorstandschef der Victoria Versicherung, Horst Döring.Die Victoria Rückversicherung wird ihren Platz nach den Worten Rosenbergs unter Ergo behaupten können, auch wenn deren Mehrheitsaktionär die Münchener Rückversicherung sei.Die Victoria Rück mache ihr Geschäft vor allem mit kleineren Kunden im europäischen Ausland, während die Münchener Rück überwiegend Großkunden habe.In der Krankenversicherung gebe es dagegen durchaus Überschneidungen zwischen der Victoria Kranken und der ebenfalls zum Ergo-Verbund gehörenden Deutschen Krankenversicherung (DKV).In "überschaubarer Zeit" werde in dieser Versicherungssparte aber eine Lösung gefunden, sagte der bei Victoria für das Kranken-Geschäft verantwortliche Vorstand, Ingmar Douglas.Die DKV will, wie berichtet, mehr unter den deutschen Verbrauchern präsent sein und dafür medizinische Beratungstelefone einrichten.In der Kölner Zentrale plant der größte europäische Krankenversicherer dazu eine Abteilung "Gesundheitsmanagement mit mehr als 100 Beschäftigten.Dort sollen auch 20 Ärzte arbeiten.Nicht zuletzt mit dem Ziel stabiler Beiträge will die DKV sehr viel stärker im Vorfeld oder während einer Erkrankung tätig sein.

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