Wirtschaft : Viel Geld für Altbekanntes Team „Hand Gottes“ setzt auf Apple und Google

Berlin - Ob die Hand Gottes womöglich im Spiel war, ist ungewiss. Eher nicht: „Glück war’s“, sagt Niels Liedtke vom gleichnamigen Team zum guten Abschneiden beim Planspiel Börse. Mit oder ohne höhere Macht waren er und seine drei Mitstreiter vergangene Woche das beste Berliner Team. Landesweit belegen sie den 50. Platz von insgesamt 13 000 Gruppen. Wie an der richtigen Börse handeln sie und andere Schüler sowie Studenten bei der Online-Simulation mit Aktien und Fonds. Wer das meiste aus seinem fiktiven Startkapital herausholt, wird am Spielende am 14. Dezember zum Sieger gekürt. Wie jedes Jahr veranstalten die Sparkassen das Planspiel Börse; der Tagesspiegel ist Medienpartner.

Vier Großkonzerne haben Niels Liedtke und seine Klassenkameraden von der Berliner BBW Berufsfachschule nach oben gebracht: Google, Apple, Volvo und BASF. Dabei haben sie nur in Firmen investiert, die sie auch kennen. Ansonsten verfolgt das Team eine überraschend einfach klingende Strategie: Wessen Kurse schon hoch stehen, in diese Firmen investieren sie auch. Mit Erfolg: Aus ihren 50 000 Euro Startkapital machten sie innerhalb von zwei Wochen ein Plus von fast 5 000 Euro.

Dabei hatten die vier bisher eigentlich eher wenig mit der Börse zu tun. Erst als sie ihr Klassenlehrer Jürgen Gotthardt darauf ansprach, meldeten sie sich an. Seine Schule mache schon seit mehreren Jahren mit, deshalb habe er die vier Jungs aus seiner Klasse gefragt, sagt Gotthardt. Und es mache Spaß, wie auch Niels Liedtke zugibt. In Zukunft würde er aber nicht an der Börse handeln: „Ich hätte Angst mein ganzes Geld zu verlieren“, sagt er. hoe

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