Wirtschaft : Viele neue Autos für die Amerikaner Deutsche Marken setzen auf Modelloffensive

-

New York Die deutschen Automobilhersteller treten in diesem Jahr im umkämpften US-Automarkt mit einer wahren Flut neuer Modelle an. BMW, Mercedes-Benz und Porsche erhoffen sich so neue US-Absatzrekorde. Audi will den Verkauf nach einem Rückschlag im vergangenen Jahr erhöhen und Volkswagen zumindest den stark geschrumpften Vorjahresabsatz wieder erreichen. Alle deutschen Marken haben 2004 knapp 900000 Autos in den USA verkauft. Geht alles gut, nähern sie sich 2005 trotz der Euro-Stärke im weltgrößten Automarkt der Millionen-Grenze. Viele der neuen Modelle werden in diesen Tagen auf der New Yorker Autoausstellung einem Millionenpublikum vorgestellt.

BMW setzt auf die neuen Dreiermodelle und den aufgefrischten Siebener. Mercedes-Benz erwartet sich viel von der völlig neuen R-Klasse und der Neuversion des M-Klasse-Geländewagens. Porsche hat gerade die neuen Boxster- und 911er-Modelle eingeführt und kommt in Kürze mit dem Cayman heraus, einem dazwischen angesiedelten Sportwagen. Audi bringt demnächst den A3 auf den US-Markt, VW erhofft sich von dem gerade in den USA eingeführten Jetta sowie dem im Sommer zu erwartenden neuen Passat ein Comeback. Mercedes-Benz will das Rekordergebnis des Vorjahres von 221600 Autos übertreffen. Die mit drei Sitzreihen ausgestatteten, lang gezogenen R-Klasse-Fahrzeuge sehen aus wie eine Mischung aus Limousine, Kombi und Geländewagen. R- und M-Klasse werden im US-Werk in Tuscaloosa, Alabama, gebaut.

Der Dreier ist das wichtigste BMW-Modell. Es werden jährlich mehr als 100 000 dieser Modelle in den USA abgesetzt. Die BMW of North America hat 2004 die Rekordzahl von 296 111 Autos ausgeliefert. Angesichts eines US-Absatzanstiegs von 16 Prozent im Januar und Februar sieht es für BMW auch 2005 nach einem neuen Rekord aus. VW tut sich da wesentlich schwerer. Die Wolfsburger hatten 2004 einen Absatzeinbruch von 15,4 Prozent auf 256111 Autos erlitten und setzen nun voll auf die neuen Jetta und Passat. Bei Audi sieht es mit einer vollen Palette von A4- und A6-Modellen und dem jetzt neu in den US-Markt kommenden A3 wieder relativ gut aus. Der neue amerikanische Audi-Chef Johan de Nysschen will den im Vorjahr um zehn Prozent auf 77 900 geschrumpften Absatz in diesem Jahr wieder steigern. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar