Wirtschaft : Vielleicht wollen Sie nicht mit Ihrer Bank fusionieren - Tipps für den Wechsel des Geldinstitutes

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Der Wechsel von einer Bank zur anderen kann sich lohnen. Doch Achtung: Wer sein Kreditinstitut verlässt, den erwartet zusätzlicher Papierkrieg. Sonst läuft die Gehaltszahlung ins Leere, die Lastschrift für die ADAC-Mitgliedschaft wächst um die Mahngebühr an, und der Vermieter ist verärgert, weil der Dauerauftrag sich aufgelöst hat. Alle, die ganz sicher sein wollen, dass ihnen solche Überraschungen erspart bleiben, sollten daher eine zeitlang alle Ein- und ausgänge auf ihrem Konto überprüfen und sich eine Liste schreiben, auf der alle Geldgeber und -empfänger verzeichnet sind. Gegen ein Finanz-Fiasko hilft außerdem, altes und neues Konto zwei bis drei Monate parallell zu führen. Die neue Bank leistet meistens Hilfestellung. Sie versorgt den Kunden mit Postkarten, die er an den Arbeitgeber, den Vermieter und die Telefongesellschaft schicken kann. Auch den Einzug der Sparkonten übernimmt meist die neue Bank. Nicht immer ist es ratsam, die laufenden Kredite an die neue Bank zu übertragen. Denn wer wechselt, muß wieder einen neuen Kredit eröffnen. Daher ist es bisweilen sinnvoller, das Darlehen bei der alten Bank zu belassen. Vorsicht vor angeblichen Koppelungsklauseln: Falls Ihre kreditgebende Bank behauptet, sie seien per Gesetz verpflichtet, Girokonto und Darlehen bei ein und derselben Bank zu führen, so ist das falsch - die Klausel ist nichtig (OLG Hamburg, Az 5 U 171/94). Bei Wertpapierdepots ist der Wechsel nicht ganz einfach, denn davon verdrängen sich Banken nicht gern. Sie verlangen deshalb eine Provision, die schon mal bei 300 DM liegen kann - je nach Art des Wertpapiers, Zeitpunkt der Auflösung und natürlich je nachdem, um wieviel Geld es sich handelt. Wer über große Depotsummen verfügt, sollte daher mit seiner neuen Bank ein Gespräch führen: Vielleicht übernimmt sie die Gebühr.

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