Wirtschaft : Vier Investoren im Rennen um die Bankgesellschaft NordLB und Sparkassen dabei Erste Gebote Ende Juli

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Berlin (fmd/HB/dpa). Der Countdown für den Verkauf der Bankgesellschaft Berlin AG läuft. Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) sagte dem Handelsblatt, dass von den sechs Bewerbern nur vier Zugang zu dem vertraulichen Datenmaterial des Instituts erhalten werden, um später ein konkretes Angebot vorlegen zu können. n nannte Sarrazin nicht. Doch dürften die Norddeutsche Landesbank und das Sparkassenlager, das Bieterkonsortium von Christopher Flowers und der Texas Pacific Group, die Private-Equity Gesellschaft Terra Firma von Guy Hands sowie die texanische Investmentgesellschaft Lone Star Fund in die engere Wahl gekommen sein. Ein angelsächsischer Finanzinvestor sowie ein privater Investor, der der Bankgesellschaft nahe steht, haben die erste Hürde nicht genommen. Ein Sprecher des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands nannte die Vorauswahl zu Gunsten der NordLB und der Sparkassen nicht überraschend. Man werde nun das weitere Verfahren abwarten.

„Wir haben uns für die vier Bieter auf Grundlage der vorgelegten Unterlagen entschieden“, sagte Sarrazin. „Die übrig gebliebenen Interessenten haben sich als hinreichend potent, hinreichend erfahren und hinreichend ernsthaft interessiert gezeigt.“ Allen Bietern sei klar, so Sarrazin weiter, dass für das Land Berlin nur ein vollständiger Verkauf des Instituts in Frage komme. Klar sei jedoch auch, dass sich ein Käufer überlege, was er später mit einzelnen Teilen macht. „Umbauten“ könne man nicht ausschließen.

Für den Senat sei wichtig, dass man in Berlin eine Bank für die breiten Schichten und für die Finanzierung des gewerblichen Mittelstands erhalte. Zudem sollten möglichst viele dauerhafte Arbeitsplätze bereitgestellt werden. Die vier Investoren dürfen vom kommenden Montag an in die Datenräume der Bankgesellschaft und können die vertraulichen Informationen den gesamten Juni über prüfen. Danach haben sie vier Wochen Zeit, eine Absichtserklärung abzugeben. Nach der Prüfung der Unterlagen rechnet Sarrazin bis Ende Juli mit konkreten Angeboten der potenziellen Käufer. Im Herbst sollen die Verkaufsgespräche abgeschlossen sein.

Das Land hält nach der letztjährigen Kapitalerhöhung 81 Prozent der Anteile an der Bankgesellschaft. Das Institut war nur nach einer Milliarden schweren Finanzspritze und einer Absicherung von Immobilien-Altrisiken durch das Land vor dem Aus bewahrt worden.

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