Wirtschaft : Vier Reifen, zwei Räder

Beim schnellen Ausweichen lockern sich viele Halterungen – das kann gefährlich werden. Nur vier Modelle sind „gut“

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Ans Heck oder aufs Dach? Das ist die Grundentscheidung beim Kauf eines Fahrradträgers fürs Auto. Für einen Dachträger spricht der geringere Preis. Allerdings ist die Beladung mühevoller und die Räder stehen voll im Fahrt- und Seitenwind. Das kann zu wesentlich höherem Spritverbrauch und Sicherheitsproblemen führen. Der Nachteil der Heckträger: Hier werden die Räder bei schlechtem Wetter schnell schmutzig.

Die Stiftung Warentest hat gemeinsam mit dem ADAC 17 Fahrradträger fürs Auto getestet, darunter neun für die Montage auf der Anhängerkupplung und fünf für die Montage auf dem Dach. Sechs Heckmodelle verkraften Lasten von 55 bis 60 Kilogramm und können auch die schwereren Elektrofahrräder transportieren. Die Tester beluden die Träger mit zwei Rädern und machten Vollbremsungen, Ausweichübungen und fuhren über Kopfsteinpflaster und Schlaglöcher. Zudem prüften sie die Handhabung (Montage, Be- und Entladen) und die Sicherheit und Haltbarkeit der Träger, etwa bei Unfällen.

Nur vier Modelle im Test waren „gut“. Sieger bei den Kupplungsträgern für leichtere Fahrräder war der Thule Euroway G2 920 für 380 Euro. Die Firma machte auch den besten Dachträger: Der Thule Proride 591 für 89 Euro. Er war einfach zu bedienen und hielt das Rad als Einziger sowohl beim Ausweich- als auch beim Aufpralltest sehr sicher. Wer Elektrofahrräder mitnehmen will, wählt am besten den Atera Strada Sport 2 für 325 Euro, der auch sonst ein rundum guter Kupplungsträger ist.

Bei den Ausweichmanövern lockerten sich einige Fahrradträger. Bei den Heckträgern von Uebler und Twinny Load trat das erst bei höheren Geschwindigkeiten auf, daher schafften sie die Note „befriedigend“. Der Heckträger von Fabbri war dagegen sofort lose, bei Westfalia brachen die Befestigungen an. Am schlechtesten schnitt der Mont Blanc Explorer 2 ab: hier brachen beim Slalom-Test die Haltebänder und ein Fahrrad fiel herunter, der Träger war deshalb „mangelhaft“. Beim „ausreichenden“ Mont Blanc Discovery rissen die Felgenbänder beim Aufprall, und das Rad wurde aus der Halterung gerissen.

Auch auf schlechter Strecke gab es Probleme: Die beiden billigsten Träger Eufab Alu Star und Mac Safety First hielten hier die Räder nicht optimal. Sie waren auch wegen Schwächen bei der Handhabung nur „befriedigend“.

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