Wirtschaft : Viren durch Werbebanner

Bundesamt warnt vor Schadsoftware.

Berlin/Bonn - Über Werbebanner zahlreicher renommierter und vielbesuchter Webseiten vom Nachrichtenmagazin bis zur Job-Börse kann derzeit Schadsoftware auf Windows-Rechner gelangen. Für eine Infektion reicht allein der Besuch der Webseite mit manipulierten Werbebannern, warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Deshalb stelle der Angriff eine besonders große Bedrohung dar.

Die Online-Kriminellen hinter den Attacken nutzen den Angaben zufolge Schwachstellen in Prgrammen wie Java oder dem Internet Explorer aus. Nutzer sollten daher dringend prüfen, ob sie die neueste Version dieser Programme installiert haben und diese gegebenenfalls aktualisieren, raten die Experten. Sinnvoll ist es, bei Java, Adobe Reader und Flash die automatische Updatefunktion zu aktivieren.

Ziel der Angriffe sei es, über die manipulierten Banner und etwaige Sicherheitslücken in den genannten Programmen Schadsoftware wie Online-Banking-Trojaner auf die Rechner zu schleusen. Um die Banner verändern zu können, hätten die Kriminellen in den vergangenen Tagen im großen Umfang Server kompromittiert, die Banner an alle möglichen Webseiten ausliefern. Darunter seien auch viele bekannte deutschsprachige Webseiten – die Palette reiche von Nachrichten-, Politik-, Lifestyle- und Fachmagazinen über Tageszeitungen bis zu Jobbörsen und Städteportalen. dpa

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