Wirtschaft : Vivendi übernimmt US-Wasserbetrieb

PARIS/BERLIN (AFP).Der französische Mischkonzern Vivendi übernimmt den kalifornischen Konzern United States Filter Corporation (USFilter) für 6,2 Mrd.Dollar (rund 5,7 Mrd.DM Euro/11 Mrd.DM).Wie Vivendi am Montag in Paris bekanntgab, soll damit das weltweit größte Unternehmen für Wasseraufbereitung entstehen.Die Verwaltungsräte beider Konzerne stimmten dem Plan bereits zu.

Auch in Berlin ist Vivendi am Einstieg in das Wassergeschäft interessiert.Das Unternehmen befindet sich in der Gruppe der Interessenten, mit denen der Senat die abschließenden Verhandlungen um die Privatisierung der Berliner Wasserbetriebe führt.Das französische Unternehmen bietet 31,50 Dollar (rund 29 Euro/56,71 Mark) pro USFilter-Aktie.Der Deal wäre laut Vivendi die größte Anschaffung, die ein französisches Unternehmen je in den USA getätigt hat.Vivendi will nach Angaben von Konzernchef Jean-Marie Messier für den Kauf von USFilter eine Kapitalerhöhung von drei Mrd.Euro (5,87 Mrd.DM) vornehmen und für zwei Mrd.Euro (3,9 Mrd.DM) Wandelanleihen auflegen.Die Anschaffung gefährde nicht die Finanzierungskapazitäten des Konzerns, die 2001 weiterhin bei vier Mrd.Euro (7,82 Mrd.DM) liegen werde.Dem Kaufangebot müssen noch die Kontrollbehörden Frankreichs und der USA zustimmen.

Vivendi beschäftigt 40 000 Menschen in 90 Ländern.Der Konzern ist nach wie vor in seinem Stammgeschäft tätig, der Wasserversorgung.Sein weltweites Netz umfaßt mittlerweile aber auch den Kommunikationsbereich, Umwelttechnik und das Bau- und Tranportwesen.Der Umsatz erreichte im vergangenen Jahr 6,7 Mrd.Euro (13,1 Mrd.DM).

USFilter hat 28 000 Beschäftigte in 94 Ländern und machte zuletzt einen Jahresumsatz von 4,6 Mrd.Euro (9 Mrd.DM).Das Unternehmen macht fast die Hälfte seines Umsatzes auf dem Umweltsektor (Wasser, Energie, Transport), ist aber auch in der Kommunikation tätig.

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