Wirtschaft : Volksbank streicht Stellen Wettbewerb in Berlin wird härter

Berlin – Die Berliner Volksbank will bis zum Jahr 2011 mindestens 251 sogenannte Mitarbeiterkapazitäten abbauen. Bereits in diesem Jahr sollen es 40 sein. 40 Mitarbeiterkapazitäten seien 2008 bereits entfallen, sagte eine Sprecherin der Genossenschaftsbank auf Anfrage. Das Institut begründete das Vorhaben mit dem „Preiskrieg“ der auf dem Berliner Markt entbrannt sei. Dieser betreffe nicht nur die Kontoführungsgebühren, sondern auch Zinsangebote und die Zinsen für Kredite. Da unter einer Mitarbeiterkapazität auch mehrere Teilzeitarbeitskräfte zusammengefasst sein können, entspricht die Zahl mindestens 251 Arbeitsplätzen. Insgesamt beschäftigt die Volksbank derzeit mehr als 2906 Mitarbeiter, die einer Mitarbeiterkapazität von 2629 entsprechen. Gestrichen werden sollen die Arbeitsplätze vor allem in zentralen Bereichen, nicht aber in den einzelnen Filialen. Der Kunde werde davon nichts merken, sagte die Sprecherin. Die Mitarbeiter der Bank seien informiert, nun werde über die konkrete Ausgestaltung gesprochen. Neben der Ausnutzung der Fluktuation soll es auch Aufhebungsverträge geben.Betriebsbedingte Kündigungen mochte die Sprecherin nicht ausschließen.

Die Berliner Volksbank steht nicht alleine da. Alle Genossenschaftbanken mit ihren insgesamt mehr als 180 000 Beschäftigten bekommen die Konkurrenz zu spüren. Auch der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) denkt über Sparmaßnahmen bei seinen Mitgliedern nach. Wegen Einbußen im Zinsgeschäft wird der Gewinn vor Risikovorsorge bei allen deutschen Genossenschaftsbanken in diesem Jahr weiter fallen, nachdem er bereits 2007 um 7,4 Prozent auf gut sieben Milliarden Euro zurückgegangen war. Dass für jeden verdienten Euro rund 0,69 Euro aufgewendet werden müssen, beunruhigt den BVR. Er strebt eine sogenannte Cost-Income-Ration von unter 65 Prozent an. dr

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