Wirtschaft : Volksbanken gewinnen Mitglieder Vorsteuergewinn geht trotzdem zurück

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Berlin Die Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland erfreuen sich verstärkten Zuspruchs. Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder konnte im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent auf 15,5 Millionen Personen gesteigert werden, sagte der Präsident des Bundesverbandes der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR), Christopher Pleister, am Dienstag in Berlin. „Es gibt jetzt dreimal mehr Anteilseigner an Kreditgenossenschaften als Aktienbesitzer in Deutschland“, sagte Pleister. Und die Kunden trugen mehr Geld auf die Bank. Das Geschäftsguthaben der Kreditgenossenschaften stieg im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 9,2 Milliarden Euro.

„Wir sehen uns als quicklebendiges und sehr aktives Element in unserer Marktwirtschaft und haben in allen wichtigen Geschäftsfeldern einen Marktanteil von mindestens 20 Prozent“, sagte der Präsident. Allerdings fiel auch den Volksbanken das Geldverdienen schwer. Der addierte Gewinn vor Steuern der mehr als 1330 Institute sank 2004 von 2,9 auf 2,7 Milliarden Euro. Das Verhältnis der Kosten zu den Einnahmen (Cost-Income-Ratio) verbesserte sich von 73 auf 72 Prozent. Pleister räumte ein, dass es noch einige Jahre dauern werde, bis das Ziel einer Cost-Income-Ratio von 60 bis 65 Prozent erreicht sei.

Auch in Zukunft wollen die Genossenschaftsbanken überall in Deutschland präsent sein. Pleister sprach sich gegen eine genossenschaftliche Direktbank aus, das Geschäft solle weiter vor Ort erfolgen. Dennoch kam es 2004 zu 57 Fusionen, die Zahl der Bankstellen nahm um 3,4 Prozent auf rund 14500 ab, in denen rund 160000 Mitarbeiter beschäftigt waren. Das Fusionstempo verlangsame sich aber etwas, so der BVR. Verbands–Präsident Pleister bekräftigte, dass es kein gemeinsames Vorgehen der Berliner Volksbank und der Mittelbrandenburgischen Sparkasse geben werde. „Die sitzen nicht in einem Boot.“ dr

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