Volkswagen Brasilien : Arbeiter billigen Abbau von 3600 Stellen

Der Volkswagen-Konzern kann in Brasilien Stellen abbauen. Die Arbeiter des Hauptwerks Anchietta stimmten mehrheitlich Unternehmensplänen zu, die gestaffelte Abfindungen vorsehen.

São Paulo - Damit ist ein Arbeitskampf bei VW do Brasil endgültig abgewendet. Das Werk in Anchietta ist das älteste und größte der fünf VW-Standorte in Brasilien. Insgesamt will VW in Brasilien rund 5800 Stellen streichen. Dies war bei dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio "Lula" da Silva auf scharfe Kritik gestoßen. Lula war früher Metall-Gewerkschaftsführer.

Nach den Volkswagen-Plänen sollen 3600 der derzeit noch 12.400 Mitarbeiter in Anchietta den Konzern bis Ende 2008 verlassen. Dafür sind Abfindungen vorgesehen, die aber sinken, je länger die Betroffenen warten: Wer den Betrieb bereits bis zum 21. November verlässt, erhält als Abfindung für jedes bei Volkswagen geleistete Arbeitsjahr 1,4 Monatslöhne. Diejenigen, die zwischen dem 22. November und dem 31. Januar 2007 ausscheiden, sollen nur noch einen Monatslohn pro Arbeitsjahr erhalten.

Volkswagen hofft, dass auf dieser Grundlage in den kommenden fünf Monaten etwa 1300 Beschäftigte freiwillig ausscheiden. Die übrigen 2300 könnten in weiteren Etappen folgen. Die Beschäftigten des Werkes Anchietta waren am 30. August aus Protest gegen die angekündigte Entlassung von 1800 Kollegen in den Streik getreten. Nach der Zusicherung von Verhandlungen zwischen Firmenleitung und Gewerkschaft nahmen sie die Arbeit fünf Tage später wieder auf. (tso/AFP)

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