Volkswagen : Hans Dieter Pötsch soll VW-Aufsichtsratschef werden

VW hat einen Nachfolger für den zurückgetretenen Ferdinand Piëch gefunden. Der designierte Aufsichtsratschef Pötsch war bisher VW-Finanzchef.

Martin Winterkorn (r), der Vorstandsvorsitzende der Porsche SE bei einer Bilanz-Pressekonferenz mit dem Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch.
Martin Winterkorn (r), der Vorstandsvorsitzende der Porsche SE bei einer Bilanz-Pressekonferenz mit dem Finanzvorstand Hans Dieter...Foto: dpa

Die Weichen für die Nachfolge des zurückgetretenen Ferdinand Piëch an der Spitze des VW-Aufsichtsrats sind gestellt. Neuer Chef des Kontrollgremiums soll Hans Dieter Pötsch werden, bisher Finanzchef und Vorstandsmitglied bei Volkswagen und Porsche, wie die Porsche SE am Donnerstag in Stuttgart mitteilte.

Die Vertreter der Anteilseigner im Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE beabsichtigten, den 64-jährigen Pötsch in einer außerordentlichen Hauptversammlung von Volkswagen im November in das Kontrollgremium wählen zu lassen, teilte die Porsche SE am Donnerstag mit. VW bestätigte das: „Präsidium und Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats der Volkswagen AG unterstützen den Vorschlag, Herrn Hans Dieter Pötsch in den Aufsichtsrat der Volkswagen AG und zu seinem neuen Vorsitzenden zu wählen“, heißt es in der VW-Mitteilung.

Das Votum der Anteilseigner müsse noch vom Aufsichtsrat der Porsche SE genehmigt werden, hieß es in der Mitteilung weiter. Es sei geplant, Pötsch zum Vorsitzenden des VW-Kontrollrats zu wählen. Seine bisherige Funktion als Finanzvorstand der Porsche SE solle er beibehalten. Pötsch ist bislang in Personalunion Finanzchef beider Gesellschaften. Die Porsche SE ist mit knapp 51 Prozent größter VW-Eigner.

Firmenpatriarch Piech war vor vier Monaten im Machtkampf mit Konzernchef Martin Winterkorn zurückgetreten. Am Mittwoch hatte das Aufsichtsratspräsidium eine vorzeitige Verlängerung von Winterkorns Vertrag als Vorstandschef bis Ende 2018 vorgeschlagen. Der VW-Aufsichtsrat soll am 25. September über Winterkorns Vertragsverlängerung entscheiden. (dpa/rtr)

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