Volkswagen : Hommage an eine Ikone

An einem Tag um die Welt – morgens Schanghai, abends Berlin und weiter nach Westen, nach New York. Der neue VW Beetle wurde am Montag an gleich drei Orten auf dem Globus der Öffentlichkeit präsentiert.

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Welttournee an einem Tag. In Schanghai begann am Montag die Premierenshow für den neuen VW Beetle – es folgten am Abend Berlin und New York.
Welttournee an einem Tag. In Schanghai begann am Montag die Premierenshow für den neuen VW Beetle – es folgten am Abend Berlin und...Foto: promo

Berlin - Weltpremiere: mehr als 70 Jahre nach der Markteinführung des kugeligen Kleinwagens Käfer und ein Jahr nach dem Ende des New Beetle präsentiert Volkswagen nun die dritte Auflage. Ab Herbst soll das Auto zu haben sein, wie VW-Chef Martin Winterkorn in Schanghai ankündigte. Von rund 17 000 Euro Basispreis ist die Rede.

Auch wenn der „erste Käfer des neuen Jahrtausends“ kein Welt-Auto werden dürfte wie sein Urahn – der Käfer wurde mehr als 21 Millionen Mal verkauft –, setzt VW große Hoffnungen in den neuen Beetle. „Der Käfer steht wie kein anderes Auto für das, was Volkswagen für das Auto getan hat“, sagte Winterkorn und sprach von einem „Sympathieträger“. Daran will Europas größter Autohersteller anknüpfen. Der Start des neuen Beetle in Shanghai sei symbolisch, „weil China heute zu Volkswagen gehört genau wie der Beetle“, so Winterkorn. Eine Million Mal verkaufte VW den 1998 eingeführten Beetle – eine eher durchschnittliche Bilanz. In Berlin fällt die Premieren- Show denn auch zwei Nummern kleiner aus als in Schanghai, wo am Donnerstag die wichtigste Automesse Asiens beginnt.

Das E-Werk, wo Autohersteller gerne feiern, weil sich hier so schön mit dem Zukunftsthema E-Mobilität spielen lässt, hat VW zum Dancefloor umgebaut. „DJ Supermarkt“ eröffnet den Abend, es folgen die belgischen 2manyDJs. VW-Designer Chris Lesmana hebt zum Auftakt die „sympathischen Merkmale“ des neuen Beetle hervor. Maskuliner sei er geworden, trotz der runden Augen, „auf jeden Fall emotionaler“. In der Tat, der Beetle trägt noch die „Handschrift einer Ikone“, wie der deutsche Marketingleiter Matthias Becker sagt. Aber breiter und länger als sein Vorgänger präsentiert sich der Neue. Bis zu 200 PS stark sind seine Motoren, die VW aus dem Golf übernimmt. Mit „Herbie“, dem tollkühnen Käfer aus den Walt-Disney-Filmen, hat das nichts mehr zu tun. Der flimmert über die Bildschirme an den Wänden – und sieht immer noch verdammt gut aus.

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