Volkswagen : Kleinere Gehälter trotz Rekordgewinne

Der Autokonzern Volkswagen verzeichnet einen Rekordgewinn von fast 22 Milliarden Euro. Trotzdem kürzt er die Vorstandsgehälter - das gilt auch für den Konzernchef Martin Winterkorn. Zweistellig bleibt sein Gehalt dennoch.

Volkswagen verzeichnet Rekordgewinne. Aber die Gehälter werden trotzdem verringert - auch für VW-Chef Martin Winterkorn.
Volkswagen verzeichnet Rekordgewinne. Aber die Gehälter werden trotzdem verringert - auch für VW-Chef Martin Winterkorn.Foto: dpa

Nach der heftigen Kritik am Millionengehalt von VW-Chef Martin Winterkorn hat der Aufsichtsrat des Autobauers die umstrittenen Bonuszahlungen für den Vorstand in Teilen begrenzt. Dadurch sinkt auch Winterkorns Gesamtvergütung von zuletzt rund 17,5 auf 14,5 Millionen Euro. Die Kontrolleure beschlossen am Freitag in Wolfsburg neue Regeln zur Bestimmung erfolgsabhängiger Komponenten. Demnach sollen Boni nur noch für Geschäftsjahre fließen, in denen ein Betriebsgewinn von mindestens fünf Milliarden Euro verbucht wird. Wie das Unternehmen mitteilte, bleibt die Berechnung der ebenfalls variablen „langfristigen Anreize“ dagegen unverändert.

Diese Fünf-Milliarden-Marke hat Europas größter Autobauer im vergangenen Jahr geknackt: 21,9 Milliarden Euro nahm Volkswagen im Jahr 2012 ein und erzielte einen Rekordgewinn. Die Wolfsburger konnten die bisherige Bestmarke aus dem Vorjahr von 15,8 Milliarden Euro deutlich übertreffen. Wie der Zwölf-Marken-Konzern am Freitag auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, legte auch das operative Ergebnis - die eigentliche zentrale Messgröße für die Geschäftsentwicklung - trotz der angespannten Marktlage in Süd- und Westeuropa noch einmal leicht von 11,3 auf 11,5 Milliarden Euro zu.

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VW-Chef Martin Winterkorn hatte wegen der Nachfrageschwäche auf dem Heimatkontinent angepeilt, den Vorjahreswert zumindest zu halten. Unterm Strich hatte die VW-Gruppe bereits 2011 den größten Profit erzielt, der jemals bei einem Dax-Konzern anfiel. Ein wichtiger Grund dafür war - wie im vorigen Jahr - jedoch auch der Sondereffekt höher bewerteter Anteile und Optionen bei Porsche. Weil ein Buchgewinn in entsprechendem Umfang 2013 nicht mehr ansteht, rechnen Beobachter für das laufende Jahr mit einem Rückgang des Gesamtergebnisses.

Der Umsatz wuchs von 159,3 Milliarden Euro auf 192,7 Milliarden Euro. Dazu trugen auch weitere Aufstockungen beim Lkw-Bauer MAN und die Übernahme des restlichen Porsche-Sportwagengeschäfts bei. Die vollständigen Zahlen will Volkswagen zur Bilanzvorlage am 14. März bekanntgeben. (dpa)

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