Wirtschaft : Volkswagen weitet Produktion in der Volksrepublik aus - Passat-Fertigung läuft im April an

Der VW-Konzern will "in wenigen Wochen" das Spitzenmodell Passat in China herausbringen und sich so für die bevorstehende Marktöffnung vorbereiten. Bis zum Jahr 2002 investiert Volkswagen nach Angaben eines Konzernsprechers drei Milliarden Mark in China. In dem noch durch hohe Importzölle abgeschotteten Markt der Volksrepublik hat VW mit einem Jahresabsatz von 320 000 Wagen schon einen Marktanteil von 54 Prozent.

Bisher ist VW in China vor allem mit altertümlichen Modellen vertreten: Der 20 Jahre alte Santana und der Jetta sind die Haupttypen. Seit Herbst wird in einer der beiden VW-Fabriken bereits der Audi A6 hergestellt, im April soll die Passat-Fertigung stehen. Der China-Passat soll nach Firmenangaben etwas länger als die deutsche Version sein, weil der Wagen oft als Chauffeurauto benutzt werden solle. Der alte Jetta soll demnächst durch den modernen Kofferraumwagen Bora ergänzt werden. Außerdem will VW in Absprache mit der chinesischen Regierung ein kleines Familienauto entwickeln, das voraussichtlich 2002 herauskommen soll. China ist in der internationalen Strategie von VW wichtig. Der Markt werde dort voraussichtlich überdurchschnittlich wachsen, nachdem auch Privatleute Autos zu kaufen beginnen, hieß es. Außerdem sei es denkbar, dass aus den chinesischen Werken Autos in andere asiatische Länder exportiert werden.

Streik in SpanienUnterdessen liegt die Produktion im spanischen VW-Werk Navarra/Pamplona lahm. Grund ist ein Streik beim Zulieferer Logistica Navarra. Mit dem ersten Streiktag am Dienstag sei die Produktion für 1000 Polo-Modelle zusammengebrochen, hieß es. Logistica Navarra, ein externer Zulieferer für das spanische VW-Werk, liefert vor allem Komponenten für die Innenräume des Polo. Die Beschäftigten fordern höhere Löhne. Ein Ende des Streiks sei noch nicht abzusehen.

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