Wirtschaft : Vom Auslaufmodell zum gefragten Gut

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Ende der Neunzigerjahre kündigten die deutschen Stahlhersteller dem Kohlekonzern RAG den so genannten Hüttenvertrag zur Lieferung von Koks, weil „es auf dem Weltmarkt genug davon gibt“. Die RAG legte daraufhin die modernste Kokerei Europas in Dortmund still.

DER PREISANSTIEG

Inzwischen verbraucht China jedoch ein Viertel der weltweiten Koksvorräte. Dadurch stiegen auf dem Spotmarkt, auf dem Produkte für die kurzfristige Lieferung gehandelt werden, die Kokspreise auf bis zu 400 Dollar je Tonne. Vor drei Jahren kostete Koks noch 70 Dollar .

DIE FOLGEN

Bliebe das Preisniveau auch in Zukunft so hoch, hätte dies beachtliche Folgen für den defizitären deutschen Bergbau . Denn bei einem Weltmarktpreis für Koks um 200 Dollar wären deutsche Kokskohle-Zechen wieder wettbewerbsfähig . Das sagt jedenfalls die RAG. fo

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