Wirtschaft : Vom Laufsteg an die Börse

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Düsseldorf - Junge, aggressive Ketten mischen mit neuen Konzepten die Modebranche auf. Um den traditionellen Anbietern noch mehr vom Markt wegnehmen zu können, wollen sie sich nun frisches Geld an der Börse beschaffen. So planen die Modeketten New Yorker aus Braunschweig und Tom Tailor aus Hamburg einen Börsengang. Ihr Ziel ist es, mit dem frischen Kapital international zu expandieren und Europas Branchenführern, den bereits börsennotierten Konzernen Hennes&Mauritz (H&M) und Inditex (Zara, Massimo Duti) Paroli zu bieten. „Bei Tom Tailor warten wir nach der Verjüngung der Geschäftsführung nur noch auf das passende Börsenklima“, sagte Thomas Schlytter-Henrichsen, der geschäftsführende Gesellschafter von Alpha dem Handelsblatt. Der Beteiligungsgesellschaft gehört die Modekette seit 2005 zu 100 Prozent. Schon ohne Kapital von der Börse wächst das Unternehmen rasant: Im vergangenen Jahr legte Tom Tailor um 20 Prozent auf 516 Millionen Euro Umsatz zu. Zum Vergleich: Der Gesamtmarkt wuchs in Deutschland im vergangenen Jahr gerade mal um vier Prozent.

Auch der geschäftsführende Gesellschafter von New Yorker, Friedrich Knapp, will mit Kapital von der Börse die Expansion mit eigenen Filialen vorantreiben. „Das Konzept ist in Arbeit,“ verkündete Knapp bei der Eröffnung der 450. Filiale in Hannover. Die Kette verbucht nach eigenen Angaben zweistellige Zuwachsraten auf zuletzt 790 Millionen Euro – bei einer Gewinnmarge von 15 Prozent. tak (HB)

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