Wirtschaft : Vom Stahlarbeitersohn zum Oligarchen

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Alexej Mordaschow macht um sich selbst kein Aufhebens. Diskret und schwerreich verkörpert der Severstal-Chef den Typ Unternehmer, der in Russland am erfolgreichsten ist. Mit seinen 40 Jahren hat er ein Vermögen von 7,6 Milliarden Dollar angehäuft. Als Mitglied des Klubs der Oligarchen geht Mordaschow im Kreml ein und aus.

Bisher einziger Makel an seiner Weste: der öffentliche Rosenkrieg mit seiner Ex-Frau 2001. Monatelang berichteten Medien, wie er sie mit einer Dreizimmerwohnung, einem Lada und tausend Dollar im Monat abspeisen wollte.

Mordaschow stammt aus Tscherepowez , der Stahlkocherstadt im Norden Russlands. Schon seine Eltern arbeiteten im örtlichen sowjetischen Hüttenkombinat , auch der Sohn stieg nach seinem Betriebswirtschaftsstudium dort ein. Als Severstal privatisiert wurde, sicherte sich der damals 30-Jährige einen beträchtlichen Anteil an der Firma, 1996 stieg er zum Vorstandsvorsitzenden auf. Von seinen guten Kontakten zum Kreml profitiert auch das Unternehmen: Severstal erhielt den Auftrag für die Stahlrohre der Ostsee-Pipeline . AFP

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