Wirtschaft : Von der Suchmaschine zum Multimedia-Portal

Internet-Portale sind Einstiegspunkte für die Suche im Datennetz. Die Größe des Internet verhindert, dass ein Nutzer bei seiner Recherche das ganze Netz überblicken kann. Die Zahl der Homepages hat am 12. Januar 2000 die Milliardengrenze durchbrochen. Die weiterhin rasant wachsenden Datenmengen können nur noch mit leistungsfähigen Großrechnern durchforstet werden. Diesen Service übernehmen Suchmaschinen wie Yahoo, Altavista oder Lycos. Die drittgrößte Internet-Suchmaschine Lycos hat sich zu einem der wachstumsstärksten Internet-Portale der Welt entwickelt. Neben der klassischen Suchfunktion bietet Lycos über verschiedene Partner seinen Nutzern inzwischen ein multimediales Angebot mit Musik und Video, E-Mail, Online-Auktionen, Chat-Rooms und Nachrichten. Mehr als 29 Millionen Menschen besuchen jeden Monat die Sites des amerikanischen Lycos-Network mit den Internet-Firmen HotBot, Wired News, Tripod und Angelfire.

Lycos wurde 1994 von dem Wissenschaftler Michael Mauldin gegründet und hat sich seither mit dem Kauf von Unternehmen wie der Finanzsite Quote.com und dem Entertainment-Anbieter Gamesville.com stetig vergrößert. 1997 hatte die Firma zusammen mit Bertelsmann ihre Aktivitäten auf Europa ausgeweitet und Lycos Europe gegründet. Die Tochterfirma gehört zu 43,1 Prozent der US-Konzernmutter, Bertelsmann hält 26,8 Prozent und der Chef von Lycos Europe, Christoph Mohn, 16,2 Prozent. Rund 14 Prozent der Aktien sind im März mit bescheidenem Erfolg an die Börse gebracht worden. Die Aktie steht weiter unter dem Ausgabekurs von 24 Euro.

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