Wirtschaft : Von Leipzig aus nach Osteuropa

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Im Osten liegt für die Versandhäuser Quelle und Neckermann das wirtschaftliche Wunderland. „Es ist derzeit dort fast vergleichbar mit der Situation 1990 in Deutschland, als die Kunden alles gekauft haben“, berichtet der für die Ostregion zuständige Harald Gutschi. Russland habe das interessanteste Potenzial: Vor einem Jahr begann Quelle dort mit dem Versand, in acht Jahren sollen 130 Millionen Euro umgesetzt werden. Ähnlich attraktiv sind Balkan und Baltikum , die mit 100 und 70 Millionen Euro veranschlagt werden. Insgesamt soll der Umsatz in Osteuropa von derzeit 170 bis 2008 auf 400 Millionen Euro springen. Über ein neues Logistikkonzept , bei dem die Zustellzeiten drastisch verkürzt werden sollen, sprach das Unternehmen mit 35 Postvertretern aus neun Staaten der Region. Als zentraler Beschaffungsstandort wird das QuelleZentrum in Leipzig künftig auch für Osteuropa genutzt, wobei in den Billiglohnländern eigene Regionalzentren den Paketversand mit der jeweiligen nationalen Post übernehmen. Diese erhalten Großgebinde vom Leipziger Zentrallager . Für den Standort Leipzig ist damit die Diskussion um einen Arbeitsplatzabbau vom Tisch. Im Gegenteil: „Wenn unser Plan aufgeht, dann werden wir besonders in den Spitzen wie vor Weihnachten mehr Personal brauchen.“ Am Dienstag wurden in Leipzig rund 150000 Pakete verschickt. ms

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