Wirtschaft : Von Rekord zu Rekord

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Der Autopräsident freute sich. „Die deutsche Automobilindustrie hat mit 3,67 Millionen Pkw einen neuen Exportrekord erzielt und damit alle Erwartungen übertroffen.“ Bernd Gottschalk, Präsident des Verbandes der Autoindustrie, zog im Januar 2004 die Jahresbilanz für 2003. Im kommenden Januar kann er vermutlich ähnliche Worte wählen, wenn er das Autojahr 2004 resümiert. Denn zumindest bis einschließlich Oktober setzten VW und Mercedes, BMW, Audi und Porsche ihre Rekordfahrt fort: um vier Prozent lagen die Exporte über dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Allerdings gab es Rückschläge in den USA, insbesondere für VW und Mercedes, die durchaus mit dem Wechselkurs zusammenhängen. VW trifft es besonders hart. Auf dem USMarkt, den hohe Rabatte prägen, machen die Wolfsburger 2004 rund eine Milliarde Euro Verlust.

Der amerikanische Markt ist mit Abstand der größte der Welt und entsprechend wichtig für die deutschen Hersteller. In den ersten zehn Monaten – und auf diesen Zeitraum beziehen sich alle folgenden Angaben – landeten, gemessen am Wert, 14 Prozent der deutschen Autoexporte in den USA. Zuzüglich Kanada und Lateinamerika liegt die Quote bei 16,5 Prozent und damit deutlich über Asien mit 11,8 Prozent. Bemerkenswert ist, dass mit 2,5 Prozent mehr Autos von Deutschland nach China geliefert wurden als nach Japan (2,4 Prozent). Doch der bedeutendste Markt ist für die deutschen Hersteller Europa. In die 15 Länder der „alten“ EU gehen 54,6 Prozent der „deutschen“ Autos, der größte Markt ist dabei Großbritannien mit zwölf Prozent. Und addiert man die zehn neuen EU-Länder sowie Osteuropa hinzu, dann liegt der Exportanteil Europas sogar bei knapp 70 Prozent. alf

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