Wirtschaft : Von Spanien bis Tirol

Sparen müssen bei Springer alle, auch die Volontäre

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Das Ebita in Höhe von 110 Millionen Euro ist um alle Sondereffekte bereinigt. Sämtliche Erlöse, die Springer 2002 durch Verkäufe von „Tafelsilber“ erzielt hat, sind darin nicht enthalten. So etwa der zweistellige Millionenbetrag durch den Verkauf von 37 Prozent an Bild.de und von 50 Prozent am Vermarktungsportal Interactive Media. Oder der Verkauf eines Grundstücks, spanischer Zeitschriften und der lukrativen „Tiroler Tageszeitung“. Der Geldregen (ausgenommen die Erlöse durch den erst 2003 wirksamen Verkauf des Buchgeschäfts und der geplanten Verkäufe von Druckereien und TVProduktionen) dürfte sich im endgültigen Jahresüberschuss niederschlagen, den Springer im März bekannt gibt. Die Ergebnisverbesserung geht allein auf Sparmaßnahmen zurück. Dazu gehört die Schließung von zehn unrentablen Aktivitäten wie dem Ticketdienst Qui vive, der Personalabbau um zwölf Prozent, die Fusion von „Welt“ und „Morgenpost“, der geringere Papierverbrauch (durch den Rückgang von Auflagen und Anzeigen) sowie die Neuerungen der Journalistenausbildung. Volontäre verlieren ihren Status, heißen nur noch Journalistenschüler und verdienen deutlich weniger als bisher. usi

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