Wirtschaft : Vor allem in Ballungszentren würden in drei Jahren günstige Mietobjekte knapp

Die Freien Wohnungsunternehmen sehen in etwa drei Jahren eine neue Wohnungskrise auf die Bundesrepublik zukommen. Besonders in Ballungsgebieten sei eine Knappheit an preiswerten Mietwohnungen programmiert. Die Entwicklung dürfte sich verschärfen, wenn durch den EU-Beitritt Polens in 2005 eine Zuwanderung einsetzen sollte. Verantwortlich für diese Entwicklung seien in erheblichem Umfang die geplanten steuerlichen und mietrechtlichen Eingriffe in die Wohnungswirtschaft, sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes Freier Wohnungsunternehmen, Werner Upmeier, am Donnerstag. Der Rückzug der Investoren beschleunige sich dramatisch, weil diese durch das "Paket gezielter steuerlicher Verschlechterungen" verunsichert seien, sagte Hauptgeschäftsführer Günter Haber. Die Talfahrt im Wohnungsbau werde in diesem Jahr weitergehen. Für Ostdeutschland sei ein Absturz der Wohnungssanierungen von 25 Milliarden Mark in 1999 auf 15 Milliarden Mark zu befürchten. Im Westen sei im Wohnungsbau ein weiterer Rückgang um fünf Prozent zu erwarten.

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