Vor dem Paypal-Börsengang : Ebay streicht 2400 Jobs

Der Online-Händler Ebay muss schlanker werden. Vor der Abspaltung des erfolgreichen Bezahldienstes Paypal greift das US-Unternehmen zum einfachsten Mittel: Stellenabbau. Doch der wird zunächst teuer.

Umbau. Der US-Onlinekonzern Ebay streicht massiv Stellen - die Börse freut es.
Umbau. Der US-Onlinekonzern Ebay streicht massiv Stellen - die Börse freut es.Foto: dpa

Der Online-Händler Ebay will vor der Abspaltung seines Bezahldienstes Paypal 2400 Stellen streichen - sieben Prozent seiner Belegschaft. Die Jobs sollen noch in diesem Quartal wegfallen, wie der US-Konzern am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. Zugleich gab der Amazon-Rivale bekannt, auch einen Verkauf oder Börsengang der Sparte Enterprise zu prüfen. Diese ist auf die Entwicklung und den Betrieb von Onlineshops für Unternehmenskunden spezialisiert.

Mit dem Großaktionär Carl Icahn, der auf die Paypal-Ausgliederung gedrungen hatte, traf Ebay zudem eine Art “Stillhalteabkommen“. Dieses sieht vor, dass Investoren bei dem Bezahldienst ein größeres Mitspracherecht bekommen, sobald dieser an die Börse gebracht ist. Das soll in der zweiten Jahreshälfte geschehen. Die Ebay-Aktie verteuerte sich nachbörslich um 2,6 Prozent.

Stellenabbau kostet bis zu 400 Millionen Euro

Als voraussichtliche Kosten für den Stellenabbau und den Unternehmensumbau veranschlagte Ebay zwischen 210 und 240 Millionen Dollar im ersten Quartal und 350 bis 400 Millionen Dollar für das Gesamtjahr. Für das erste Vierteljahr 2015 stellte der Konzern einen Gewinn je Aktie von 68 bis 71 Cent in Aussicht und einen Umsatz in Höhe von 4,35 bis 4,45 Milliarden Dollar. Analysten hatten in beiden Fällen im Schnitt bislang mit mehr gerechnet.
Im abgelaufenen vierten Quartal stieg der Überschuss von 850 Millionen Dollar vor einem Jahr auf 936 Millionen Dollar, wie Ebay mitteilte.

Gewinntreiber war der rasant wachsende Bezahldienst Paypal, über den Internetnutzer ihre Online-Einkäufe abwickeln können. Die Erlöse kletterten auf 4,92 Milliarden Dollar von 4,53 Milliarden Dollar. Das als Internet-Auktionshaus groß gewordene US-Unternehmen profitierte dabei auch von einem florierenden Feiertagsgeschäft. (rtr)

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