VOR ORT : Was die zwölf Bezirke ausmacht

Premiere im aktuellen Konjunkturbericht des Berliner Senats: Die einzelnen Bezirke haben im 116 Seiten starken Report Platz bekommen, um ihre Höhepunkte des vergangenen Jahres darzustellen und zu sagen, mit welchen Argumenten sie Investoren locken wollen. Hier eine Zusammenfassung:

Für die Bezirke Treptow-Köpenick und Neukölln stand und steht der Bau des Großflughafens BBI ganz klar im Mittelpunkt. „Verbunden mit Entwicklung und Betrieb des BBI sind herausragende Impulse für die Region: neue Arbeitsplätze, viele Neuansiedlungen und bedeutende Wachstumsimpulse“, schreiben die Neuköllner. Fast jeder Bezirk wirbt mit seiner guten Infrastruktur und Zentrumsnähe. Charlottenburg-Wilmersdorf betont das besonders stark. „Als Innenstadtbezirk überzeugt Charlottenburg-Wilmersdorf mit einer überaus günstigen Verkehrslage und seiner Vielfältigkeit ... Jedes Unternehmen, das bei uns ein Gewerbe begründet, findet somit schnell Möglichkeiten, die hergestellten Produkte auf den Markt zu bringen.“ Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow wollen mit ihrer kreativen Szene punkten. Zudem sei das Nebeneinander traditioneller Gewerbehöfe, neuer Bürokomplexe und sanierter Industriegebäude an den Ufern der Spree einzigartig, heißt es aus Friedrichshain-Kreuzberg. Marzahn-Hellersdorf hat 2007 mit der Ansiedlungsentscheidung der Solarfirma Inventux Technologies eine Punktlandung gemacht. Weitere Firmen will der Bezirk mit komplett erschlossenen Gewerbeflächen locken. Der „größte Industriestandort Berlins“ will Spandau auch weiterhin bleiben. 2007 wurden deshalb die entscheidenden Weichen für die Entwicklung des Siemens-Technologie-Parks gestellt. Steglitz-Zehlendorf hebt seine Nähe zur Wissenschaft und seine gute wirtschaftliche Entwicklung hervor. Grund genug, um sich für diesen Standort zu entscheiden, heißt es dort. In Lichtenberg gibt man sich bescheiden. Hier backe man eher kleinere Brötchen – aber dafür viele. Die ansässigen Unternehmen hätten 2007 insgesamt 150 Millionen Euro in ihre Standorte investiert. Selbstbewusstes Reinickendorf: Zweimal wurde der Bezirk als wirtschaftsfreundlichster Bezirk des Landes Berlin ausgezeichnet, betont man dort. Tempelhof-Schöneberg entpuppt sich immer stärker als Medienstandort. Das Projekt im Jahr 2007 sei „M-Street-Mediennetzwerk Potsdamer Straße“ gewesen – eine Kooperation von 400 Medienfirmen. Mitte ist und bleibt ein zentraler Punkt für Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen. ysh

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