VORBILD BIONADE : Vom Nischenprodukt zur Massenware

Eine Flasche der neuen Bionade-Sorte "Streuobst"
Der Erfolg von Bionade hat viele Nachahmer hervorgebracht.Foto: Mike Wolff

Entwickelt wurde die Bionade Mitte der Neunzigerjahre in einer kleinen Brauerei in Ostheim an

der Rhön. Heute gibt es

sie bei McDonald’s und Starbuck’s. 2009 verkauften die Gründersöhne ihr Geschäft zu 70 Prozent an den Oetker-Konzern – für angeblich 20 Millionen Euro. Über die Jahre hat der Erfolg der Bio-Limo viele Nachahmer gefunden. Einige Fabrikanten lehnten sich in erster Linie optisch an das Trendgetränk an, immer mehr setzen wie Bionade auf

natürliche Zutaten ohne künstliche Aromen.

Seit März dieses Jahres ist eine Cola-Variante auf dem Markt. Manche frühere Fans monieren, die Marke hätte sich damit zu sehr von ihrer Ursprungs–

idee entfernt. Was viele nicht wissen: Bereits vorher kooperierte der Hersteller in einigen Städten für den Vertrieb der Limo mit Coca Cola. Womöglich zur Besänftigung hat Bionade sein Sortiment neuerdings um die Sorte „Streuobst“ ergänzt – mit Äpfeln, Birnen, Pflaumen und Quitten. Sie ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit mit der Naturschutzorganisation Nabu und nur

in Bioläden erhältlich. Haben wir natürlich auch getestet! Das Ergebnis: Keine Limo polarisiert wie diese. Ist

vergleichsweise herb und insofern am ehesten Konkurrenz für das Kultgebräu Club Mate. Vier Frauen fanden: Schmeckt eigentlich nach nichts.

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