Wirtschaft : Vorbild KaDeWe

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Klasse statt Masse: Mit hohen Zuwächsen glänzen im Karstadt-Quelle-Konzern derzeit nur die Premium-Kaufhäuser. Während die Mehrheit der 90 Karstadt-Warenhäuser als „Boulevard“ oder „Boulevard Plus“ firmiert, sind diese wenigen Häuser die Renditehoffnung des Konzerns. Sie sollen mit einem edleren und größeren Warenangebot speziell kaufkräftige Kundschaft anlocken. Karstadt will mit diesen Häusern künftig eine Rendite von rund zehn Prozent erwirtschaften.

Karstadt-Quelle-Chef Thomas Middelhoff gibt die Zahl der Premium-Häuser mit „acht bis zehn“ an – noch sei nicht endgültig entschieden, welche Filialen dazugehören werden. Ganz sicher dabei ist neben dem Hamburger Alsterhaus das KaDeWe am Berliner Wittenbergplatz – laut Middelhoff das Paradebeispiel für ein Premium-Kaufhaus: „Ein Tourist ist bereit, für den KaDeWe-Besuch nach Berlin zu reisen.“

Die Kaufhäuser sollen ihre eigenen Namen als gut eingeführte Marken behalten. Der neue Warenhaus-Chef Peter Wolf deutet aber an, unter dem Slogan „Top of ...“ könnte das Gesicht der Premium-Filialen vereinheitlicht werden.

Dagegen hat sich der Konzern im vergangenen Jahr von 74 Kaufhäusern getrennt, die demnächst auch nicht mehr den Namen Karstadt tragen sollen.ak

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