Wirtschaft : Vorsicht bei Selbstauskunft aus dem Netz

Berlin/Leipzig - Verbraucherschützer raten davon ab, für eine Schufa-Selbstauskunft Geld bei Fremdanbietern zu bezahlen. Weil Verbraucher ohnehin einmal im Jahr eine kostenlose Selbstauskunft bei Wirtschaftsauskunfteien verlangen könnten, seien gebührenpflichtige Angebote im Internet überflüssig, sagte Andrea Heyer von der Verbraucherzentrale Sachsen am Freitag.

Damit Schufa und Co. das Dokument erstellten, sei außerdem eine Kopie des Personalausweises und die Unterschrift nötig – danach verlangen Drittanbieter laut Heyer mitunter aber überhaupt nicht. Fehlten diese Anlagen, werde der Antrag zum Beispiel bei der Schufa in der Regel nicht bearbeitet.

Die Verbraucherschützer raten dazu, die Selbstauskunft direkt bei der Auskunftei zu bestellen. Auch auf der Internetseite der Schufa müssten Verbraucher aber aufpassen, nicht an ein kostenpflichtiges Angebot zu geraten. Die kostenlose Auskunft verstecke sich auf der Webseite unter einem Unterpunkt. Grundsätzlich sei es aber für Verbraucher sinnvoll, die kostenlose Selbstauskunft zu nutzen, um die gespeicherten Einträge zu überprüfen, sagte Heyer. Die Schufa sammelt Informationen über die Kreditwürdigkeit von Menschen in Deutschland.

Laut Heyer stellt sich aber immer wieder heraus, dass bei der Schufa falsche Daten gespeichert sind, und das könne sich für Verbraucher negativ im geschäftlichen Alltag auswirken. dpa

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