Wirtschaft : Vorstände der Sero AG gestehen

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Münster/Berlin (dpa/bb). Mit den Geständnissen zweier Angeklagter hat am Montag vor dem Landgericht Münster eine der größten Prozess- Serien gegen mutmaßliche Wirtschaftskriminelle in Deutschland begonnen. Zwei Vorstandsmitglieder des Berliner Recycling- Unternehmens Sero AG hatten gestanden, mit Luftrechnungen, falschen Unterlagen für Kreditvergaben und Börsenmanipulationen eine Schaden in Höhe von 327 Millionen Euro verursacht zu haben. Die Sero AG ist Tochter der Dülmener Löbbert-Gruppe. Gegen die Inhaber wird ein separater Prozess geführt. Die Angeklagten sind die frühere Finanzchefin der Sero AG und ein Diplom-Kaufmann. Dieter und Johannes Löbbert waren ebenso wie die seit Montag vor Gericht stehenden Angeklagten und weitere Manager der auf Müllentsorgung spezialisierten Dülmener Firmengruppe Euro-Waste- Service Ende der 90er Jahre verhaftet worden, kamen dann aber wieder auf freien Fuß. Wann der Hauptprozess gegen die Gebrüder Löbbert beginnen wird, war am Montag noch nicht klar.

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