Wirtschaft : VW-Angebot für Rolls-Royce stößt auf Vorbehalte

HANNOVER (rtr).Das neue Angebot von Volkswagen zur Übernahme von Rolls-Royce (RR) stößt bei Analysten auf Vorbehalte."Je teurer Rolls-Royce wird, desto unsinniger wird es für VW", hieß es bei der Hamburger Landesbank am Montag.Auch die Bayerische Hypobank verwies darauf, daß der aus Aufsichtsratskreisen genannte Preis von etwa 1,5 Mrd.DM zu hoch sei.Darüber hinaus müsse VW noch mit weiteren Kosten, zum Beispiel für Investitionen, rechnen.Die DG Bank in Frankfurt wies allerdings darauf hin, daß die Wiederbelebung von Luxusmarken wie Horch oder Bugatti wohl mehr Geld koste als eine RR-Übernahme."Mit immer neuen Angeboten erweist sich VW ein bißchen als so etwas wie ein schlechter Verlierer", sagte Claudia Erdmann, Analystin bei der Hamburger Landesbank.Zwar scheine VW finanziell Luft für ein solches Angebot zu haben, wie auch das Ergebnis aus dem ersten Quartal 1998 beweise.Doch könne dieses Geld auch gut für notwendige Investitionen in Südamerika oder für den Abbau der langen Lieferzeiten in Deutschland ausgegeben werden.Das neue VW-Angebot und die nicht bekannten Details würden die VW-Aktie derzeit belasten, sagte Thomas Aney von der Bayerischen Hypobank.Gegen VW spreche zudem, daß Gespräche jetzt unter Zeitdruck stattfänden."Ich glaube, VW hat keine Chance", so der Analyst.Am Ende werde BMW das Rennen machen, wobei die Bayern ihr Angebot allerdings wohl noch leicht erhöhen müßten."Es macht den Eindruck, als ob VW die Marke um jeden Preis haben will", beurteilte Alice Kytka von der DG Bank das neue Angebot.

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