Wirtschaft : VW: Diesel und Export laufen prächtig. Eric Heymann, Deutsche Bank Research, zur Autobranche

Trotz des Konjunkturabschwungs entwickelt sich die

Trotz des Konjunkturabschwungs entwickelt sich die Autobranche gut. Was ist das Geheimnis der Hersteller?

Die Verluste, die im letzten Jahr im Inlandsmarkt angehäuft wurden, konnten auf dem Exportmarkt ausgeglichen werden. Davon profitierten alle deutschen Hersteller, nicht nur VW. In diesem Jahr zeichnet sich wieder ein gutes Ergebnis bei den Exporten ab. Nicht zuletzt belebt der niedrige Euro-Kurs die Nachfrage, gerade in den USA.

Warum hat sich der US-Automarkt so gut gehalten?

Die drei großen US-Hersteller haben ihre Absätze massiv durch Preisnachlässe unterstützt. Obwohl die Incentives der deutschen Anbieter bei weitem nicht so hoch waren, konnten sie Marktanteile gewinnen. Der Grund: Ihre Modellpalette ist attraktiver und der Benzinverbrauch ist geringer als bei amerikanischen Fabrikaten.

Woran hapert es dann in Deutschland?

Auch hierzulande hebt sich die Autokojunktur positiv von der Entwicklung in der Gesamtindustrie ab. Zwar sind die Neuzulassungen im letzten Jahr um elf Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig legte aber der Produktionsindex, der auch die qualitative Komponente berücksichtigt, um knapp elf Prozent zu. Deshalb sind die Unternehmensergebnisse besser als die reine Stückzahlbetrachtung vermuten läßt. Man kann einen VW Lupo ja nicht mit einem siebener BMW vergleichen.

Warum geht es VW besonders gut?

Diesel sind seit zwei Jahren in Deutschland und Europa stark im Kommen. VW hat hier höhere Produktionskapazitäten als die Konkurrenz und kann deshalb die Nachfrage besser bedienen.

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