Wirtschaft : VW droht mit Abbau von 30000 Stellen Finanzvorstand fordert zweijährige Nullrunde

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Wolfsburg Bei den bevorstehenden Tarifverhandlungen der Volkswagen AG stehen bis zu 30000 Arbeitsplätze auf dem Spiel, sollte sich die IG Metall nicht auf Maßnahmen zur Kostenreduzierung einlassen. Das sagte VW-Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch am Dienstag dem „Wall Street Journal“. VW fordert unter anderem eine mindestens zweijährige Lohn-Nullrunde, die Gewerkschaft will dagegen für die 103000 westdeutschen VW-Beschäftigten vier Prozent mehr Lohn durchsetzen.

Insgesamt will das Volkswagen-Management bei den Verhandlungen mit der Gewerkschaft, Maßnahmen zur massiven Kostensenkung durchzusetzen. Ziel ist es nach den Worten von VW-Personalvorstand Peter Hartz, bis zum Jahr 2011 die Kostenbelastungen um 30 Prozent zu senken. Nur unter dieser Bedingung sei die heutige Zahl der Arbeitsplätze in Deutschland auch zu halten. Die Konzernspitze fordert von ihren Beschäftigten eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten sowie weitere Einschnitte, wie etwa, dass Mehrarbeitszuschläge erst ab 40 Wochenstunden gezahlt werden.

Sollte es in den Verhandlungen keine Bewegung geben, wäre das „extrem negativ“ für die Beschäftigungssituation in Deutschland, machte Pötsch deutlich. Ohne Erhöhung der Profitabilität sei keine Arbeitsplatzsicherung möglich. Gleichzeitig bekräftigte der VW-Finanzvorstand aber auch, dass der Konzern die Absicht habe, wenn möglich alle Arbeitsplätze in Deutschland zu halten. Insgesamt beschäftigt Volkswagen hierzulande – inklusive der Jobs bei Audi und anderen Tochterunternehmen – 176544 Mitarbeiter. Ein Sprecher der IG Metall in Hannover bezeichnete die Aussagen des VW-Finanzchefs als „absurde Zahlenspiele ohne praktischen Bezug“. wsj/HB

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