Wirtschaft : VW-Renault-Fusion dementiert

(RTR DPA)

PARIS / WOLFSBURG .Der französische Autobauer Renault hat Berichte über einen geplanten Zusammenschluß mit dem VW-Konzern dementiert.Eine Sprecherin des Unternehmens sagte am Dienstag in Paris, der Konzern sei nicht an einem Zusammengehen mit VW interessiert.Der "Stern" hatte berichtet, VW wolle mit Hilfe der Franzosen auf dem Lkw-Markt Fuß fassen.Ein VW-Sprecher bezeichnete den Bericht als "reine Spekulation".VW-Chef Ferdinand Piëch hatte vergangene Woche erklärt, VW wolle sich unter anderem im Lkw-Bereich um neue Marken bemühen.Renault sei wegen seines Nutzfahrzeug-Programms vom Lieferwagen bis zum Sattelschlepper besonders attraktiv für VW, berichtet der "Stern".

Unterdessen teilte der VW-Betriebsrat mit, daß in dem Wolfsburger Stammwerk noch in diesem Jahr die Sechs-Tage-Woche mit regelmäßiger Sonnabendarbeit eingeführt wird.Allerdings sollen die Beschäftigten für Sonnabendschichten weiterhin Lohnzuschläge von 30 bis zu 50 Prozent bekommen, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Volkert.VW-Chef Piëch möchte, daß möglichst in allen Werken sonnabends in drei Schichten gearbeitet wird.Der Betriebsrat geht dagegen von nur einer Schicht aus.Eine Vereinbarung zwischen Betriebsrat und Unternehmensführung erwartet Volkert in Kürze."Die Sechs-Tage-Woche wird in absehbarer Zeit in Wolfsburg kommen.Aber nicht so, wie Piëch sich das vorstellt", sagte Volkert.Er geht davon aus, daß der Sonnabend bis zum Jahresende für fast die Hälfte der 47 000 Beschäftigen in Wolfsburg fest im Schichtplan aufgenommen wird.VW-Personalvorstand Peter Hartz kündigte mehrere hundert Neueinstellungen in Wolfsburg in der Forschung und Entwicklung an.Bereits in den vergangenen Monaten habe VW für die Produktion des neuen Golf 1700 Mitarbeiter eingestellt, sagte Hartz am Dienstag anläßlich der Produktion des 18millionsten Golf.

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