Wirtschaft : VW übernimmt Berliner Händler Eduard Winter

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Berlin - Der VW-Konzern übernimmt den Berliner Autohändler Eduard Winter. Wie der Wolfsburger Konzern am Freitag mitteilte, sichert er dadurch „die Kundenorientierung und Präsenz seiner Marken im Berliner Markt“. Offenbar musste VW einsteigen, weil Eduard Winter in Schwierigkeiten geraten ist und die Fortsetzung des Autohandels gefährdet war. Die Winter-Gruppe zählt zu den größten VW-Händlern in Deutschland. Zu dem Unternehmen gehören nach VW-Angaben 19 Betriebsstätten in Berlin und Potsdam, in denen pro Jahr rund 6500 Neuwagen der Marken VW, Audi, Skoda und VW-Nutzfahrzeuge verkauft werden. Winter beschäftigt 930 Personen. Über den Kaufpreis wollte VW keine Angaben machen, bei Eduard Winter war am Freitagnachmittag keine Stellungnahme zu bekommen.

Dagegen sagte ein VW-Sprecher auf Anfrage, der Konzern habe bereits mehrere Händler in Deutschland übernommen, „weil wir Standorte nicht aufgeben wollen“ und weil es entsprechende Verkaufswünsche von Seiten der Händler gegeben habe. Mit dem Kauf von Winter werde das Vertriebsnetz in einem „strategisch bedeutsamen Ballungszentrum“ gestärkt.

Der in Rostock geborene Eduard Winter hatte 1925 sein erstes Automobilgeschäft eröffnet. 1950 übernahm er die Generalvertretung für Volkswagen und Porsche in Berlin und hatte Verkaufsfilialen in Charlottenburg, Steglitz, Neukölln, Spandau und Wedding. Nach Angaben des Unternehmens stammt heute jeder dritte Volkswagen und jeder vierte Audi, der in Berlin zugelassen wird, von Eduard Winter. Der VW-Konzern kündigte „weitere Investitionen in die Optimierung des Erscheinungsbildes“ an. Konkrete Pläne gibt es aber nach Aussage von VW-Sprecher Hartwig von Saß derzeit nicht. Die Übernahme von Eduard Winter steht unter Vorbehalt der Genehmigung der Kartellbehörden. alf

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