Wirtschaft : VW verkauft in Asien weniger

Studie: Automarkt der Region schrumpft 1998 um fast 30 Prozent WOLFSBURG / LONDON (AFP).VW hat als Folge der Asienkrise in den besonders betroffenen Staaten im vergangenen Jahr deutlich weniger Autos verkauft als 1996.Lediglich in China und in Japan konnte der Wolfsburger Konzern den Absatz steigern, teilte VW am Montag mit.Insgesamt muß die Autobranche einer britischen Studie zufolge wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise in der Region auch in diesem Jahr mit deutlichen Absatzeinbußen rechnen.Nach einem Rückgang um sieben Prozent 1997 werde die Nachfrage nach Autos in der Region Asien-Pazifik 1998 um 29 Prozent zurückgehen, schätzt eine Studie des britischen Instituts "Economist Intelligence Unit".Die Rekord-Verkaufszahlen des Jahres 1996 würden möglicherweise erst im Jahr 2001 wieder erreicht.Am schlimmsten betroffen sind die Länder Indonesien, Südkorea, Thailand und Malaysia, die auch am härtesten von der Finanzkrise gebeutelt sind.Auch in China und Indien würden weniger Autos nachgefragt. VW konnte seinen Absatz im vergangenen Jahr in der Region zwar insgesamt noch um 11,5 Prozent auf 371 529 verkaufte Fahrzeuge steigern und erzielte damit ein Rekordergebnis.Der Zuwachs war aber fast ausschließlich auf China zurückzuführen, wo der Absatz um 17,2 Prozent auf 279 423 Fahrzeuge anstieg.Einen leichten Anstieg um 0,8 Prozent auf 58 825 Fahrzeuge erreichte VW in Japan, obwohl dort der Gesamtmarkt um fünf Prozent schrumpfte.VW konnte damit seine Position als wichtigster Autoimporteur in Japan weiter ausbauen.In allen anderen asiatischen Staaten ging dagegen der Absatz von VW um 8,5 Prozent auf 33 281 Fahrzeuge zurück.VW-Vertriebsvorstand Robert Büchelhofer erwartet für das laufende Jahr kaum Entspannung in Asien.Auch für 1999 sei er nicht zuversichtlich, sagte Büchelhofer in Davos.

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