Wirtschaft : VW: Volkswagen mit Rekordabsatz in Asien

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Die Volkswagen AG, Wolfsburg, will in den kommenden fünf Jahren in der Asien-Pazifik-Region insgesamt 1,84 Milliarden Euro investieren. Das erklärte Robert Büchelhofer, im VW-Vorstand zuständig für Verkauf, Marketing und die Asien-Pazifik-Region, vor Journalisten in Singapur. In der Unternehmensstrategie des VW-Konzerns im asiatisch-pazifischen Raum liegt der Investitionsschwerpunkt mit 1,6 Milliarden Euro oder 90 Prozent der geplanten Investitionen in China - schon bisher Zentrum der VW-Aktivitäten in Asien. Die restlichen 240 Millionen Euro fließen in die beiden anderen asiatischen Unternehmenszentren Volkswagen Group Japan und Volkswagen Group Singapore. Von Singapur aus werden die Märkte in Südostasien und im Pazifik bedient.

Die projektierten China-Investitionen von 1,6 Milliarden Euro enthalten noch nicht den geplanten Einstieg in den Kleinwagenmarkt. Dieser Markt gilt wegen der sich im Land bildenden Mittelschicht mit wachsender Kaufkraft als zukünftiger Wachstumsmarkt. Auf den Markteintritt globaler Konkurrenten und dem zu erwartenden Preiskampf, sobald China nach dem WTO-Beitritt seinen nationalen Automarkt liberalisieren muss, will VW unter anderem im Rahmen seiner weltweiten Produktstrategie mit neuen Produkten antworten.

Die drohende Gefahr einer Erosion des VW-Gewinnes in China soll auch mit Rationalisierungen in der Beschaffung sowie mit Kostensenkungen in der Produktion begrenzt werden. Die chinesischen Joint Ventures FAW-Volkswagen und Shanghai Volkswagen beherrschen mit den Marken Volkswagen und Audi den nationalen Pkw-Markt mit einem Marktanteil von rund 54 Prozent.

Bislang produzieren die chinesischen VW-Unternehmen für den nationalen Markt. Büchelhofer will aber in der Zukunft den Autoexport von China aus in die Region nicht ausschließen. Die Exportstrategie würde VW gegenüber seinen Konkurrenten dann besonders nützen, falls der geplante gemeinsame Automarkt unter den Ländern des südostasiatischen Staatenverbands (Asean) endgültig scheitern würde.

Die im Rahmen der Asean-Freihandelszone (Afta) vorgesehene Öffnung der nationalen Automärkte wurde im vergangenen Jahr durch Malaysia verhindert. Das Land schützt seine nationale Automarke Proton, ein Lieblingsprojekt des malaysischen Premierministers Mahathir Mohamad, durch extrem hohe Zollschutzmauern.

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