• VW zahlt im laufenden Jahr keine Gewerbesteuer Steuerliche Ertragsschwäche aber nur ein vorübergehendes Problem

Wirtschaft : VW zahlt im laufenden Jahr keine Gewerbesteuer Steuerliche Ertragsschwäche aber nur ein vorübergehendes Problem

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(dpa). Der Autobauer Volkswagen zahlt wegen drastischer Gewinneinbußen 2003 an sämtlichen Standorten in Deutschland keine Gewerbesteuer (siehe Lexikon auf Seite 19). Das sagte VWSprecher Thomas Mickeleit am Wochenende. Dies betreffe Wolfsburg und Hannover ebenso wie Chemnitz und Dresden. Die „steuerliche Ertragsschwäche“ sei ein „temporäres Problem“. Daimler-Chrysler zahlt dagegen in Bremen laut „Focus“ erstmals seit 1991 wieder Gewerbesteuer. Volkswagen wird 2003 mit einem Gewinneinbruch abschließen. Das operative Ergebnis werde nicht einmal die Hälfte des Vorjahreswerts von 4,76 Milliarden Euro erreichen, hatte VW Ende Oktober mitgeteilt. Mickeleit sagte, unter der Annahme, dass die Autokonjunktur anspringe, werde VW 2004 wieder Gewerbesteuer zahlen. Die hohen Investitionen in Deutschland dienten auch der Zukunft der Standorte.

Neues Luxusmodell geplant

So will VW will seine Modellpalette um einen weiteren Luxuswagen erweitern. „Zwischen Passat und Phaeton klafft eine riesige Preislücke. Und die muss geschlossen werden“, sagte VW-Chef Bernd Pischetsrieder der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Das intern C1 genannte Fahrzeug solle gegen den 5er BMW und die E-Klasse von Mercedes-Benz antreten. „Der C1 wird voraussichtlich im Jahr 2007 in Serie gehen“, sagte Pischetsrieder. Noch nicht entschieden sei, ob der Wagen den Heckantrieb aus der Kooperation mit Maserati erhalte. „Wir bauen Autos in jeder Modellklasse, die im Wettbewerb überlegen sind, und nehmen dafür einen höheren Preis“, sagte er.

Pischetsrieder bestätigte hohe Sonderabschreibungen in der Luxussparte. „Wir werden Wertberichtigungen vornehmen, weil wir unsere Volumenplanung für mehrere Modelle nach unten angepasst haben, darunter der Phaeton und der Bentley Arnage“, sagte er. Der Gewinn des Konzerns werde im Übrigen von der Dollarschwäche gedrückt. „In unserem Konzernergebnis macht der Wechselkurseffekt mehr als eine Milliarde Euro aus.“ Eine schnelle Expansion der Autonachfrage erwartet er zunächst nur in China und Osteuropa. Für Deutschland prognostizierte er für 2004 einen leichten Anstieg von 3,25 Millionen auf 3,4 Millionen Neuzulassungen.

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