Wirtschaft : Wachsende Ungleichheit gefährdet US-Demokratie

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(brö). Die Krise der Gewerkschaften und die wachsende wirtschaftliche Ungleichheit werden der Demokratie in den USA in den kommenden Jahren ernste Probleme bereiten. „Die Wahlbeteiligung wird bald auf nur noch 35 Prozent absinken“, prognostizierte Thomas Geoghegan, Experte für USArbeitsrecht und Rechtsanwalt in Chicago, am Dienstagabend in einer Holtzbrinck-Vorlesung der American Academy. Eine zunehmende Zahl von Menschen fühle sich vom Wohlstand ausgeschlossen, auch wegen der hohen Jobverluste während der Wirtschaftskrise. Wer noch eine Stelle habe, lebe in ständiger Unsicherheit. Der Vertrauensverlust sei mitverantwortlich für hohe Kriminalität und den Rückzug der US-Bürger vom demokratischen System. Geoghegan forderte mehr Einfluss für Gewerkschaften.

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