Wirtschaft : Wachstum ohne Grenzen bei Dussmann

BERLIN (dr).Die Dussmann-Gruppe, der nach eigenen Angaben größte deutsche Dienstleister für Reinigung, Verpflegung, Sicherheits- und Haustechnik, strebt weiter steil nach oben.Mit den Unternehmensbereichen Pedus Service, Pedus Office, Kursana Residenzen und Kursamed konnte mit weltweit 37 750 Mitarbeitern der Gesamtumsatz des Unternehmens im vergangenen Jahr um 129,5 Mill.DM auf 1,7 Mrd.DM gesteigert werden.In Deutschland arbeiten für Dussmann insgesamt 20 490 Beschäftigte.Von den Beschäftigten sind unter 10 Prozent sogenannte 620-DM-Kräfte.Der Gewinn sei im vergangenen Jahr sogar um 30 Prozent gestiegen, sagte Peter Dussmann am Mittwoch vor der Presse in Berlin.Absolute Zahlen gab der Eigentümer der Firma allerdings nicht bekannt.

Vom Umsatz entfallen inzwischen 37,5 Prozent auf das Ausland.In den USA schreibe man nach langen schwierigen Jahren endlich wieder schwarze Zahlen.In Vietnam beliefert Dussmann inzwischen das größte Krankenhaus des Landes in Ho Chi Minh Stadt, dem früheren Saigon, mit Verpflegung.In einem Joint-venture mit der Charité wird auch die technische Ausstattung erneuert.Sorgenkind ist Belgien, wo das Unternehmen unter "kriminellen Machenschaften" zu leiden hatte.Laut Dussmann hat man ein Unternehmen gekauft, dessen Vorbesitzer gefälschte Bilanzen vorgelegt hatte.Hier habe man nicht genau geprüft, staatsanwaltschaftliche Ermittlungen liefen aber inzwischen.

Für das laufende Jahr ist sogar ein Umsatz von 1,9 Mrd DM geplant.1999 sollen es dann mindestens 2 Mrd.DM sein.Man wolle ja auch nach der Einführung des Euro noch Umsatzmilliadär bleiben, so Dussmann.Das Wachstum soll zur Hälfte aus eigenem Wachstum erfolgen, die andere Hälfte sollen Zukäufe bringen.So verhandelt Dussmann gegenwärtig über den Kauf einer Firma für Sicherheitsdienste.Der Umsatz dort beträgt umgerechnet etwa 80 Mill.DM, die Zahl der Mitarbeiter rund 2000.Auch in den USA sollen verschiedene kleinere Firmen übernommen werden.In Deutschland will Dussmann vielleicht in die Produktion im Zulieferbreich von Reinigungsmitteln einsteigen.Dies sei jedoch noch ein ungeborenes Kind.

Das "Kulturkaufhaus" in der Berliner Friedrichstraße bezeichnete Dussmann als vollen Erfolg.Das einzige Kaufhaus dieser Art in Deutschland werde 1998 voraussichtlich einen Umsatz von bis zu 35 Mill.DM erzielen.Dies sei auch auf die gesondert genehmigten längeren Öffnungszeiten montags bis sonnabends bis 22 Uhr zurückzuführen.Diese brächten 30 Prozent mehr Umsatz.Auch die eigens für den Spätverkauf zu Prokuristen beförderten Verkäufer profitierten davon.Sie erhielten eine fünfprozentige Umsatzbeteiligung und hätten so ohne Mehrarbeit rund 1000 DM mehr.

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