Wirtschaft : Wählen und sofort sparen

BERLIN (vis).Manches Sonderangebot hat einen Haken, den man auf den ersten Blick nicht leicht erkennen kann.So ist das auch bei den Telefontarifen.Um in den Hitlisten der günstigsten Anbieter ganz oben zu stehen, werben die Firmen mit niedrigen Minutenpreisen.Doch ob ein Anbieter im Vergleich wirklich günstig ist, hängt von der Abrechnungsmethode ab.Bei einer sekundengenauen Abrechnung bezahlt der Kunde nur die Zeit, die er auch tatsächlich telefoniert hat.Diese kundenfreundliche Abrechnungsmethode bieten zum Beispiel EconoPhone, Teldafax und Viatel an.

Rechnet ein Anbieter jedoch im 60-Sekunden-Takt ab, bezahlt der Kunde meist zu viel, denn selten endet ein Gespräch pünktlich zum Ende einer Minute.Jede angebrochene Minute muß hier aber voll bezahlt werden.Die Telefongesellschaft kassiert weiter, auch wenn die Leitung schon wieder frei ist.Arcor, Mobilcom oder Viag Interkom rechnen im 60-Sekunden-Takt ab.Tim Mois, Geschäftsführer der Firma Netzquadrat, die im Internet unter www.billiger-telefonieren.de Tarifübersichten anbietet, sagt: "Die Abrechnung im Minutentakt ist für den Kunden im Schnitt 15 bis 20 Prozent teurer als die sekundengenaue Abrechnung." Bei einzelnen Gesprächen kann es natürlich viel mehr, oder auch viel weniger sein.

Ein Beispiel: Ein Telefongespräch an einem Werktag um 10 Uhr von Berlin nach München dauert zwei Minuten und 33 Sekunden.Mobilcom und Viatel verlangen beide 16 Pfennig pro Minute, rechnen aber unterschiedlich ab.Viatel berechnet für das Gespräch 41 Pfennig, Mobilcom 48 Pfennig - das sind 17 Prozent mehr.Bei Teldafax kostet die Minute zwar 17 Pfennig, mit 44 Pfennig ist Teldafax bei dem Gespräch totzdem billiger als Mobilcom.

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Ronald Dammschneider von der Stiftung Warentest (-365), Harald Dörr von der Regulierungsbehörde (-820), Thilo Salmon von der Internetdatenbank www.billiger-telefonieren.de(-821), Ulrich Lissek von der Deutschen Telekom (-822) und Mobilcom-Chef Gerhard Schmid unter (-823).

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