Wirtschaft : Während der Dax zwischenzeitlich tief abrutscht, schließen die Börsen leicht im Plus

Nach einem turbulenten Handelsverlauf haben die deutschen Börsen am Montag im Plus geschlossen. Der Deutsche Aktienindex schloß beim Stand von 5129,50 Punkten und verbuchte damit ein Plus von 27,63 Zählern. Den Tiefstand erreichte das Kursbarometer gegen 13.30 Uhr bei 4970,74 Punkten. Damit hatte der Markt zu Beginn auf die Kursverluste an der Wall Street vom vergangenen Freitag reagiert. Am Montag eröffnete die Wall Street leicht verbessert. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte stieg in der ersten Handelsstunde um 8,54 auf 10 663,69 Punkte. Der Euro büßte gegenüber dem US-Dollar am Montag leicht ein. Die EZB legte den Referenzkurs mit 1,0665 US-Dollar fest. Damit sank die europäische Währung um 0,0029 US-Dollar.

Der deutsche Aktienmarkt folgte im Wesentlichen den Vorgaben aus den USA. Nach dem sehr schwachen Beginn erholte sich der Dax vor allem aufgrund der schlechteren US-Konjunkturdaten. Die Sorgen vor Zinserhöhungen in den USA haben sich damit ein wenig gelegt. Der sehr wechselhafte Handelsverlauf wurde alles in allem auf das generell schwache Ordervolumen zurückgeführt. Für Dienstag wollten sich Händler nicht auf einen klaren Trend festlegen. Man sei derzeit vor allem von der Markttendenz in den USA abhängig, hieß es. "Wenn die US-Börse auf dem zuletzt positiven Niveau schließt, stehen wir wieder ratlos dar", sagte ein Händler.

Schwächer als der Dax zeigten sich am Montag die übrigen Börsensegmente. Der MDax verlor 1,12 Prozent auf 4030,73 Zähler. Im Neuen Markt gaben die Kurse im Durchschnitt nach zwischenzeitlichen Verlusten von mehr als vier Prozent bis Handelsschluß um rund 2,4 Prozent nach. Am Rentenmarkt brachen die Kurse ein. Staatspapiere verbilligten sich bis 2,3 Prozentpunkte. Die Umlaufrendite stieg daraufhin von 4,49 auf 4,70 Prozent.

Auch bei der Immobilienfinanzierung zeigte der Trend zum Wochenbeginn weiter nach oben. Der von der Nachrichtenagentur Reuters berechnete Hypothekenzins-Index für den Nominalzins von Hypotheken mit fünfjähriger Laufzeit stieg um 0,16 Zähler auf 5,24 (Vortag 5,08) Prozent an. Bei zehnjähriger Laufzeit notierte der Indikator bei 5,97 Prozent um 0,20 Prozentpunkte deutlich höher gegenüber dem Vortag. Der Indikator gibt Aufschluß über die Zinsentwicklung bei Hypotheken ab 200 000 DM bei einer Auszahlung von 100 Prozent und einer Beleihungsgrenze von 80 Prozent. Die tatsächlichen Konditionen der einzelnen Kreditinstitute können von den ermittelten Werten abweichen.

Unterdessen teilte die Deutsche Börse AG mit, daß an allen deutschen Wertpapierbörsen im Juli 432,91 Mrd. Euro in Aktien, Renten und Optionsscheinen umgesetzt wurden. Rund 84,8 Prozent aller Aktienumsätze seien auf den Standort Frankfurt entfallen. Der Xetra-Anteil bei DAX-Werten belief sich den Angaben zufolge auf 82,8 Prozent. DaimlerChrysler sei im Juli mit 6,68 Mrd. Euro umsatzstärkster Titel gewesen. Bei den M-Dax-Werten habe die Metallgesellschaft mit 393 Mill. Euro vorn gelegen. Spitzenreiter im Neuen Markt war EM.TV mit 594 Mill. Euro.

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