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Während VW kämpft : Starkes Umsatzwachstum bei Mercedes

Volkswagen steckt in der Krise, aber für Daimler läuft es super: Vor allem der Mercedes-Absatz steigt deutlich. Auch in VWs Sorgen-Markt China.

Mercedes-Benz will BMW als führenden Premiumhersteller ablösen.
Mercedes-Benz will BMW als führenden Premiumhersteller ablösen.Foto: dpa

Der Autobauer Daimler hat dank Spitzenwerten bei den Verkaufszahlen seinen Betriebsgewinn kräftig gesteigert. In der Kernsparte Mercedes-Benz zog das operative Ergebnis (Ebit) aus dem laufenden Geschäft von Juli bis September um 34 Prozent auf 2,16 Milliarden Euro an, wie der Autobauer am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Die Marge im Pkw-Geschäft blieb mit 10,4 Prozent über der Zielmarke von zehn Prozent. Vorstandschef Dieter Zetsche wertete dies als Beweis, "dass wir die richtige Strategie verfolgen und mit den richtigen Produkten sowie Technologien unterwegs sind". Im zweiten Quartal hatten die Schwaben erstmals seit Jahren wieder eine zweistellige Marge erreicht - ein Wert, den Konkurrenten wie BMW und Audi schon lange einfuhren. Mercedes glänzte dank zahlreicher neuer Modelle zuletzt mit immer neuen Absatzrekorden.

In China entscheidet sich der Kampf um die Weltmarktführung

Anders als bei der Konkurrenz brummt bei den Schwaben das Geschäft in China. Während Audi und BMW dort Umsatz eingebüßt haben, glänzt Mercedes-Benz mit Spitzenwerten bei den Verkaufszahlen und stockt seine Produktionskapazitäten in China auf. In der Volksrepublik, dem größten Pkw-Markt der Welt, wird sich der Kampf um die Krone im Premiumsegment maßgeblich entscheiden. "Wir werden alles dafür tun, um Daimler in die Spitzenposition zu bringen", sagte Zetsche.

Die Stuttgarter wollen bis 2020 BMW als führenden Premiumhersteller der Welt ablösen. Für das Gesamtjahr bekräftigte Daimler den Ausblick, wonach die Erlöse und das Ebit aus dem laufenden Geschäft 2015 deutlich steigen sollen. Gemeint ist damit ein Plus von mindestens zehn Prozent. Der Konzernumsatz von Daimler legte im dritten Quartal um 13 Prozent zu auf 37,28 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging um zwei Prozent zurück, allerdings war im Vorjahr ein hoher Sondereffekt aus dem Verkauf des Anteils am Motorenbauer Rolls-Royce Power Systems enthalten. Bezogen auf das laufende Geschäft kletterte der operative Konzerngewinn um 31 Prozent auf 3,66 Milliarden Euro.

LKWs und kleinere PKWs liefen nicht ganz so gut wie gehofft

Für die Truck-Sparte nahmen die Schwaben indes die Prognose zurück: Hier rechnet Daimler nur noch mit einer leichten Absatzsteigerung, bisher wurde ein deutliches Plus erwartet. Auch für die weltweite Pkw-Nachfrage äußerte sich der Konzern erneut weniger zuversichtlich. Daimler geht jetzt nur noch von einem Marktvolumen in der Größenordnung des Vorjahres aus, vor allem wegen der Schwäche in weltgrößten Pkw-Markt China. Zuletzt hatten die Stuttgarter für die weltweite Pkw-Nachfrage noch ein Plus von zwei Prozent angenommen. Dennoch erwartet Daimler weiterhin, das die Pkw-Sparte Mercedes-Benz Cars ihren Absatz im laufenden Jahr deutlich steigern wird. Reuters



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