Wirtschaft : Waffen einer Hausfrau

Die Hersteller von Putz- und Spülmitteln versprechen Hilfe gegen jeden Dreck

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Jeder Dreck ist anders. Putzmittel für alle Gelegenheiten füllen in Supermärkten und Drogerien ganze Regalwände. Die Hersteller suchen ständig nach neuen Möglichkeiten, um sich von der Konkurrenz abzusetzen, und sei es durch die Farbe der Verpackung. Es steht kaum eine Flasche oder Tüte in den Läden, auf der nicht für eine neue Rezeptur oder die innovative Glanzformel geworben wird. Bei dem einen oder anderen Produkt steckt tatsächlich etwas dahinter.

Hersteller Henkel verspricht zum Beispiel den Kunden, ihnen das Fensterputzen zu ersparen – zumindest jedes zweite Mal. Die Scheiben bleiben länger sauber, wenn beim Putzen „Sidolin“ auf den Lappen kommt. Doppelt so lange, sagt Henkel. Winzige, so genannte NanoTeilchen sorgen dafür. Sie bilden auf dem Glas eine besonders glatte Schicht. An dieser Oberfläche perlt das Wasser nicht tropfenweise ab, sondern es fließt gleichmäßig in einer Schicht herunter. Regen oder Schnee spülen den Staub daher restlos und ohne Spuren von der Scheibe, verspricht Henkel. Die Teilchen halten wochen- bis monatelang auf dem Glas. Ein weiterer Vorteil: Mit einer feinen Schicht der Nano-Teilchen beschlägt der Spiegel im Bad nicht mehr beim Duschen. Bislang ist „Sidolin“ der einzige Glasreiniger auf dem deutschen Markt, der Nano- Teilchen versprüht. Sidolin gibt es in den Varianten „Zitrus“ und „Cristal“.

Wenn es ans Putzen von Linoleum, Kacheln oder anderen Böden geht, erspart die Reinigungslotion von Emsal zwar nicht die Arbeit, aber immerhin den Eimer. Die Spritzer aus der Flasche reichen zum Wienern. Wasser ist überflüssig, und man muss auch nicht mehr volle Eimer durch die Wohnung schleppen. „Emsal Quick & Easy“ ist der erste Bodenreiniger zum Sprühen. Der Hersteller empfiehlt die Lotion vor allem für Flächen, die schnell verdrecken, etwa den Wohnungseingang oder die Küche. Tropischer Carnauba-Extrakt sorgt dafür, dass der Boden beim Putzen nicht zu sehr leidet. Die Reinigungslotion macht alle Hartbodenbeläge sauber, das heißt PVC- und Linoleum-Böden, Natur- und Kunststein, Holz und versiegeltes Parkett, Laminat und Fliesen.

Der Angstgegner im heimischen Putzkampf ist für viele die Kloschüssel. Kalk setzt sich ab, nach einiger Zeit bilden sich unansehnliche Ränder auf der Keramik. Die WC-Reiniger auf dem Markt sind zum Teil sehr aggressiv. Die Säuren greifen nicht nur Dreck, sondern auch die menschliche Haut an. Der „Bloo Urinstein- und Kalk-Löser“ ist eine sanfte Waffe, die den Kampf gegen Toilettenschmutz erfolgreich beenden kann. Bloo hat es im Ökotest als einziges Produkt zu einem „Sehr gut“ gebracht. Auch deswegen, weil dieses Putzmittel fast ohne aggressive Chemie auskommt. Den ersten Platz im Test hat Bloo aber vor allem seiner Wirkung zu verdanken: Schon wenige Spritzer lösen besonders gut die Ablagerungen. Das Kloputzmittel erfüllt seinen Zweck und nebenbei die Toilette mit zitrus- oder frühlingsfrischem Duft.

Beim Abwasch machen manche Mittel nicht nur dem Tellerwäscher die Arbeit leichter, sondern auch dessen Kosmetikerin: „Natürliche Auszüge aus den Blättern der Aloe- Pflanze sorgen für den Erhalt des Feuchtigkeitsgleichgewichts der Haut und wirken damit der Hautalterung entgegen“ – das verspricht Frosch mit der „Aloe Vera Handspül-Lotion“. Auch das Frosch „Vital Vitamin“-Spülmittel macht der Kosmetik Konkurrenz: Wirkstoffkapseln mit Vitamin E sollen beim Plantschen im Spülbecken die hauteigenen Abwehrkräfte stärken. Vitamin B5 soll verhindern, dass die Hände austrocknen. Nebenbei machen die beiden Mittelchen natürlich auch Geschirr sauber. Die Frosch-Spülis stehen beispielhaft für ein großes Angebot: In fast jedem Spülmittel steckt inzwischen ein Wirkstoff, der strapazierte Spülhände pflegen soll. sar/Fotos: promo

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