Wirtschaft : Waigel kritisiert deutschen EU-Beitrag

KALMAR (AP).Bundesfinanzminister Theo Waigel hat in scharfer Form die Forderung nach einer Senkung der deutschen Beiträge zum EU-Haushalt bekräftigt.Nach einer zweitägigen informellen Konferenz mit seinen Kollegen aus den Ostseeanrainerstaaten sagte Waigel am Mittwoch im schwedischen Kalmar, es sei längerfristig nicht hinnehmbar, daß 60 Prozent von einem einzigen Land gezahlt würden.Das müsse sich ändern.Die EU-Kommission übersehe ein ganz großes Problem, sagte Waigel.Die Kommission hatte kurz zuvor in Brüssel ihr Zukunftskonzept Agenda 2000 vorgelegt, das die brisante Frage der nationalen Zahlungen ausspart."Die Kommission steckt den Kopf in den Sand und tut so, als ob es kein Problem gebe.Das ist nicht akzeptabel und wird nächstes Jahr wieder zur Sprache gebracht", kündigte Waigel an.Deutschland ist der größte Nettozahler der EU und hat laut Bundesbank 1997 rund 22,5 Milliarden Mark an Brüssel überwiesen.Der schwedische Finanzminister Erik Aasbrink pflichtete Waigel bei und betonte, pro Kopf gerechnet sei auch sein Land einer der größten Nettozahler der Union.

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