Wirtschaft : Wal Mart: Weniger Markteröffnungen in Deutschland als geplant

Der amerikanische Einzelhandelskonzern Wal Mart Stores Inc. hat zum Wochenwechsel angekündigt, in Deutschland bis Ende dieses Jahres nur zwei weitere Megastores (großflächige Supermärkte) zu eröffnen. Auch werden bis Ende des Jahres 2002 nicht - wie ursprünglich geplant - insgesamt 50 neue Wal-Wart-Märkte eröffnet, sondern auf jeden Fall weniger. Das sagte Konzernsprecherin Andrea Hahn. Wie viele neue Märkte tatsächlich eröffnet werden, gab Wal Mart allerdings nicht bekannt. Damit wird die ambitionierte Expansionsstrategie des amerikanischen Einzelhandelsunternehmens erst einmal auf Eis gelegt.

Als Gründe gab Unternehmenssprecherin Hahn am Wochenende an, dass die ursprünglichen Expansionspläne zu optimistisch gewesen seien. Zudem hätten konkurrierende Einzelhändler in Deutschland die Billig-Preis-Strategie von Wal Mart inzwischen kopiert und so ihre treuen Kunden von früher wieder zurückgewonnen.

Wal Mart, mit Sitz in Bentonville im US-Bundesstaat Arkansas, hatte vor drei Jahren den deutschen Einzelhandelsmarkt betreten und 21 deutsche Märkte übernommen und mit seiner expansiven und aggressiven Strategie in Europa den hießigen Einzelhandelskonzernen das Fürchten gelehrt. Bis heute soll die in den Vereinigten Staaten erfolgreiche Kette Analysten zufolge allerdings noch immer keine Gewinne schreiben. Der Grund: Mit insgesamt 94 großen Supermärkten ist Wal Mart in Deutschland immer noch zu klein, verglichen mit den 200 Real-Märkten der Metro AG.

Die Wal-Mart-Umsätze reichen mit rund 2,8 Milliarden Dollar (rund 6,2 Milliarden Mark) jährlich nicht an die der Real-Märkte heran. Ihre Umsätze liegen bei 6,4 Milliarden Dollar. Außerdem sei die Verbrauchernachfrage in Deutschland insgesamt stark zurückgegangen.

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