Wirtschaft : Wall AG investiert zehn Millionen Euro Stadtmöblierer steigert Umsatz

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(den). Trotz der anhaltenden Werbeflaute hat die Berliner Wall AG im vergangenen Jahr ihren Umsatz erhöht: Der Stadtmöblierer steigerte 2003 seine Erlöse auf dem deutschen Markt um 6,8 Prozent auf 74,9 Millionen Euro. Für 2004 rechnet das Unternehmen mit einem Plus von weiteren drei Prozent und einer ausgeglichenen Bilanz. Auch der Umsatz der Tochtergesellschaften in den Niederlanden, Russland, der Türkei, Bulgarien und den USA übertraf 2003 mit 26,3 Millionen Euro das Ergebnis des Vorjahres. Für den Gesamtkonzern Wall Gruppe bedeutet das einen Erlös von 101,2 Millionen Euro.

Vorstandsvorsitzender Hans Wall will in diesem Jahr rund zehn Millionen Euro in die Stadtmöblierung investieren. Dazu zählen der Aufbau und die Wartung von Bushaltestellen, Bänken, Litfasssäulen und Toilettenhäuschen sowie die Vermietung der Außenflächen an Werbekunden. Er sei bereit, in den nächsten zehn Jahren bis zu 300 Millionen Euro für Projekte in Deutschland auszugeben, sagte Wall am Montag in Berlin. „Dafür brauchen wir aber freien Wettbewerb in den Kommunen“, betonte Wall. Er hoffe darauf, dass die deutschen Städte bald ihre Außenwerbeflächen für den Wettbewerb ausschreiben würden. Die erste Ausschreibung, an der sich die Wall AG beteiligt, läuft zurzeit in Frankfurt (Main).

Das gute Abschneiden im vergangenen Jahr führt Hans Wall vor allem auf die erfolgreiche Vermarktung der „CityLight-Poster“ zurück. Dabei handelt es sich um beleuchtete Plakatvitrinen. In diesem Bereich erreichte die Wall AG 2003 in den Innenstädten einen Marktanteil von rund 23 Prozent. Etwa 84 Prozent seines Umsatzes erzielte das Unternehmen mit den Plakatvitrinen. Auch in den europäischen Großstädten ist der Stadtmöblierer gut aufgestellt: Er ist in Amsterdam, Istanbul, Moskau, Sofia und Boston für die Außenwerbung zuständig. Mit zwei neuen Produkten will das Unternehmen seine Position auf dem deutschen Markt ausbauen: Die „interaktive Stadtinformationsanlage“, die es bisher nur als Prototyp gibt, zeichnet sich durch einen automatischen Plakatwechsler und einen Touchscreen-Monitor aus, über den sich aktuelle Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Kulturveranstaltungen abfragen lassen. Als „Revolution in der Toilettentechnik“ bezeichnete Wall die „2=1 City-Toilette“. Diese ist eigentlich für zwei Personen geeignet. Will ein Behinderter das WC benutzen, fährt eine Trennwand zurück und das WC wird zur Behinderten-Toilette.

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