Wirtschaft : Wall bietet für Städte-Werbung Deutsche Städte-Medien soll

in Kürze privatisiert werden

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Berlin (dr). Die Berliner Wall AG hat ihr Interesse an einer Übernahme der Deutsche StädteMedien GmbH (DSM) bekräftigt. „Wenn es um die Zukunft der DSM geht, haben wir das beste Konzept“, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans Wall am Mittwoch dem Tagesspiegel. Wall habe ein indikatives Angebot abgegeben und sei bereit, auch den höchsten Preis zu bezahlen. „Dazu brauchen wir natürlich einen Partner“, räumte Wall ein. „Den gibt es auch, wir stehen mit einem nationalen und einem internationalen Großkonzern deshalb in Verhandlungen“, so Wall weiter. Wall sei als einziges deutsches Unternehmen in der Lage die DSM weiter wettbewerbsfähig zu halten und international auszurichten.

Die Deutsche Städte-Medien, Deutschlands Marktführer bei Out-of-home-Medien befindet sich derzeit noch im Besitz von 28 Städten und Gemeinden und soll in Kürze privatisiert werden. 60 Prozent halten die Städte Frankfurt (Main), München und Essen. Berlin ist nicht beteiligt. Von einem Verkauf sind die Werberechte in mehr als 80 Städten betroffen. 14 Prozent aller Großflächen und 32 Prozent der Citylight-Poster. Der Jahresumsatz der DSM erreichte 2001 rund 248 Millionen Euro. Ein Verkauf könnte laut Branchenexperten 400 Millionen Euro einbringen.

Wall beschäftigt in Berlin rund 400 und in Brandenburg weitere 200 Mitarbeiter. Kern des Geschäfts ist die „City-Möblierung“, beispielsweise Wartehäuschen, Citytoiletten und Litfaßsäulen, die sich über Werbung finanzieren. Im kommenden Jahr soll der Umsatz weltweit rund 100 (2002: 85) Millionen Euro erreichen. Wall ist mit seinen „Möbeln“ in insgesamt 40 Städten in acht Ländern vertreten. Das Werbevolumen erreicht 1,7 Milliarden Euro.

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