Wirtschaft : Wall Street: Anleger haben Angst vor neuen Gewinnwarnungen

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Die Serie der Quartalsergebnisse begann mit neuen Enttäuschungen. Hewlett-Packard und Gateway warteten am Freitag mit Gewinnwarnungen auf. Die Hiobsbotschaften der beiden Computerhersteller warfen einen Schatten auf den gesamten Markt. Mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 2626,50 Punkte notierte der Nasdaq-Index zum ersten Mal seit drei Tagen schwächer. Der Dow Jones verlor 0,8 Prozent auf 10 525,38 Zähler. "Die Anleger haben Angst vor einer neuen Runde von Ergebniswarnungen", fasste der Chef der Handelsabteilung bei der Wall-Street-Bank Lehman Brothers, John Peluso, die Marktpsychologie zusammen. Für einen Dämpfer sorgten auch die aus Washington gemeldeten Konjunkturzahlen für Dezember. Danach sind die Umsätze im Einzelhandel und die Preise auf Erzeugerebene unerwartet gestiegen. "Wer mit einer Senkung der Leitzinsen von 50 Basispunkten Ende des Monats gerechnet hatte, wird sicher enttäuscht sein", sagte Bill Barker, Investmentstratege bei Dain Rauscher. Doch trotz der Schwäche am Freitag gab es auch positive Hinweise. Der Nasdaq-Index zum Beispiel gab nur um 0,5 Prozent nach, obwohl seine wichtigsten Komponenten im Minus landeten - Microsoft, Intel, Oracle und Cisco. Das lässt viele Anleger hoffen, dass der Technologiesektor die Talsohle durchschritten hat. Als ein weiteres positives Zeichen gilt, dass die Indizes in der Wochenbilanz eine gute Figur machten. Der Dow Jones fiel zwar um 1,3 Prozent, doch der Nasdaq legte mehr als neun Prozent zu. Am Montag ruht der Handel, es ist Martin-Luther-King-Feiertag.

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