Wirtschaft : Wall Street: Die Sommerrallye fällt dieses Jahr aus

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Von der Sommerrallye fehlte auch in der zurück liegenden Woche jede Spur. Zwar erholte sich der mit Old-Economy-Werten ausgestattete Dow-Jones-Index am Freitag um 1,14 Prozent auf 10416,25, doch der technologielastige Nasdaq-Index verlor 0,53 Prozent auf 1956,47. Daraus ergibt sich eine miese Wochenbilanz, vor allem im Technologiebereich: Der Nasdaq liegt um 5,32 Prozent unter dem Stand der Vorwoche, der tiefste seit fast vier Monaten, während der Dow Jones 0,92 Prozent verloren hat. Für den Rutsch des Nasdaq unter die 2000-Marke machten Händler Kursverluste bei Cisco Systems, Oracle, Sun Microsystems und den Halbleitersektor verantwortlich. Der Dow dagegen schnitt aufgrund von Umschichtungen auf Konsumwerte wie Johnson & Johnson, Procter & Gamble und Coca-Cola etwas besser ab. Kursrückschläge gab es bei Intel, Boeing und Citigroup. Ihre Hoffnungen auf einen nachhaltigen Aufschung noch in diesem Sommer haben die Investoren begraben. Deshalb verpuffte der am Freitag gemeldete Rückgang des Erzeugerpreisindex im Juli um 0,9 Prozent an der Wall Street wirkungslos. Auch eine weitere Zinssenkung durch die Notenbank Federal Reserve (Fed) in der übernächsten Woche - man rechnet mit 25 Basispunkten - wird Börsenfachleuten zufolge wenig ausrichten. "Allem Anschein nach ist die Periode des langsamen Wachstums für die US-Konjunktur ein notwendiger Angleichungsprozess nach mehreren Jahren eines rapiden Aufschwungs", sagte der Volkswirt Michael Cosgrove. Vorige Wochen stellte die Fed in ihrem Bericht zur Wirtschaftsentwicklung in den verschiedenen Regionen fest, dass das Wachstum im Juni und Juli überall ins Stocken geraten ist. Der Anleihenmarkt nahm diese Nachricht positiv zur Kenntnis. Denn niedriges Wachstum verspricht Preisstabilität. Die Renditen der richtungsweisenden US-Titel mit zehnjähriger Laufzeit fielen auf 4,99 Prozent von 5,16 Prozent in der Vorwoche.

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